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Wie findet man gute Auftragnehmer?
Wie findet man gute Auftragnehmer?
Eine Baugrunduntersuchung (umgangssprachlich auch Bodengutachten genannt) ist ein geotechnischer Bericht, der von einem Sachverständigen für Geotechnik verfasst wird. Insbesondere dann, wenn sich das Grundstück in der Nähe eines Sees befindet, kann es nämlich vorkommen, dass der Boden nicht ausreichend tragfähig ist. Manchmal kommt bei Erdarbeiten auch harter Fels anstelle von baggerfähigem Bodenmaterial zum Vorschein, oder es wird festgestellt, dass der Grundwasserspiegel höher liegt als prognostiziert. Manchmal hat man es auch mit Altlasten im Boden zu tun. Deshalb wird zur Abklärung der örtlichen Gegebenheiten eine Baugrunduntersuchung benötigt.
Die Baugrunduntersuchung gibt Auskunft über die Tragfähigkeit und andere bodenphysikalische Parameter des Bodens und enthält Hinweise zur Lösung einer bautechnischen Aufgabe. Damit gibt dieses Gutachten Aufschluss darüber, ob der Baugrund überhaupt für die Bebauung geeignet ist (daher wird die Baugrunduntersuchung manchmal auch als Baugrundgutachten bezeichnet). Die Baugrunduntersuchung wird also benötigt, um Planungssicherheit zu schaffen, denn in der Schweiz trägt in der Regel der Bauherr selbst das Baugrundrisiko (es sei denn, dieses wird im Vertrag ausdrücklich auf den Unternehmer überwälzt, was jedoch sehr selten der Fall ist).
Es sei darauf hingewiesen, dass verschiedene Ausdrücke wie Baugrunduntersuchung, Bodengutachten, Gründungsgutachten, bodenmechanisches Gutachten, Baugrundgutachten oder geotechnischer Bericht im Umlauf sind. Doch eigentlich sind das alles nur Synonyme für das Baugrund- und Gründungsgutachten in Form eines geotechnischen Berichts. Die gängigste Bezeichnung lautet Baugrunduntersuchung.
In einer Baugrunduntersuchung sind üblicherweise folgende Informationen enthalten:
Falls bei der Bodenuntersuchung Probleme oder Auffälligkeiten festgestellt wurden, werden im Bodengutachten konkrete Empfehlungen zur Bodenverbesserung gemacht (z. B. Verdichtung). Zudem wird angegeben, welche Masse das Fundament des Bauwerks haben darf und ob das Grundstück in einer bestimmten Erdbebenzone liegt.
Zu Beginn werden auf der Grundlage vorhandener Geo-Datenbanken geologische und geografische Daten ausgewertet, um Daten über geogene Gefahren, Geologie und Hydrogeologie, Altlasten, Erdbebenbeanspruchung sowie andere relevante Faktoren im Projektgebiet zu erhalten. Der zweite Schritt besteht in der Durchführung eines Untersuchungsprogramms auf dem Baugrund, das auf der Basis der Informationen der Geo-Datenbanken und der Pläne des Bauvorhabens festgelegt wird. Das Untersuchungsprogramm setzt sich aus diversen Verfahren zur Probenentnahme und Analyse zusammen, meist kommen Baggerschürfe, Bohrungen, Rammsondierungen und Drucksondierungen zum Einsatz. Gleichzeitig finden vor Ort die „Bodenansprache“ und Dokumentation der „Aufschlüsse“ durch einen Geologen statt. Die Bodenproben werden anschliessend im Labor untersucht.
Ein Bodengutachten ermöglicht es Planenden, die Konstruktion des Bauwerks den Bedingungen vor Ort anzupassen und entsprechende Verfahren einzuplanen, um Gebäudesetzung zu verhindern, funktionale Entwässerung (Regenwasserableitung) zu gewährleisten usw. Ausserdem lässt sich auf der Grundlage des Bodengutachtens ermitteln, ob der Einbau einer Grundwasserwärmepumpe oder einer Erdwärmepumpe sinnvoll wäre.
Infolge steigender Grundstückspreise wird immer häufiger auch Baugrund von schlechterer Qualität bebaut. In solchen Fällen werden bei der Baugrunduntersuchung nicht selten unterschiedliche Probleme festgestellt, wie z. B. geringe Tragfähigkeit und Sacksandungsgefahr, Erdrutschgefahr, zu hoher Grundwasserspiegel (drückendes Grundwasser), zu geringe Frostsicherheit des Bodens und ggf. Vorhandensein von Altlasten (etwa bei zuvor gewerblich genutzten Grundstücken).
Zum Glück stehen für die meisten Probleme mit dem Baugrund entsprechende Lösungen zur Verfügung. Diese reichen von Pfahlgründung und Baugrundverbesserung über Drainage bis hin zu Abdichtungsmassnahmen und Entsorgung der Altlasten. Manchmal müssen Änderungen in der Bauplanung vorgenommen, angrenzende Gebäude speziell gesichert oder – beim Bauen in Hanglage – eine Hangsicherung angelegt werden.
Falls der Boden nicht ausreichend tragfähig ist, muss eine Baugrundverbesserung (Erhöhung der Bodenqualität) durchgeführt werden, um die Standsicherheit zu verbessern und das Ausmass von Setzungen zu reduzieren. Dazu stehen unterschiedliche Massnahmen zur Auswahl, die in den Kategorien Bodenaustausch, Bodenverdichtung und Bodenverfestigung zusammengefasst werden.
Manche angehenden Bauherren fürchten massive Mehrkosten, die durch die Erstellung eines Baugrundgutachtens entstehen könnten. In Wahrheit ist es jedoch genau umgekehrt. Die Kosten eines Bodengutachtens werden nach dem erforderlichen Aufwand abgerechnet und variieren deshalb je nach Situation. Im Regelfall machen sie zwischen 0,005 % und 0,01 % der Gesamtkosten des Hausbaus aus, was im Vergleich zu dem Risiko, das der Bauherr ohne ein solches Gutachten eingeht, verschwindend wenig ist. Die Kosten hängen auch davon ab, ob das Haus unterkellert und wie detailliert das Bodengutachten sein soll.
Verlassen Sie sich nicht auf das Bodengutachten des Nachbargrundstücks, da die Eigenschaften eines Bodens aufgrund natürlich vorkommender Heterogenitäten im Untergrund im Bereich von nur wenigen Metern sehr unterschiedlich sein können. Architekten sind sogar verpflichtet, Bauherren schon während der Planungsphase frühzeitig auf die Notwendigkeit eines Bodengutachtens hinzuweisen. Am besten wird schon vor dem Grundstückskauf ein Bodengutachten in Auftrag gegeben, damit der Käufer weiss, ob sich die Investition überhaupt lohnt.
Die Arbeiten auf dem Grundstück dauern selten länger als 3 Stunden. Bis die Laborergebnisse vorliegen, dauert es jedoch mehrere Tage. Die schriftliche Ausarbeitung der Ergebnisse dauert dann 1 bis 2 Wochen. Falls Schadstoffe in den Bodenproben oder besondere geologische Gegebenheiten festgestellt werden oder Nachuntersuchungen notwendig sind, verzögert sich das Ganze etwas, doch der unschätzbare Wert der Informationen, die Sie dadurch erhalten, macht diesen zeitlichen und finanziellen Mehraufwand mehr als lohnenswert.
Baugrunduntersuchungen werden von Sachverständigen für Geotechnik durchgeführt. Um einen guten Auftragnehmer in Ihrer Nähe zu finden, geben Sie einfach eine Anfrage auf der Daibau-Plattform ab. Daraufhin werden Sie Angebote mehrerer überprüfter Auftragnehmer für Geotechnik erhalten, deren Referenzen und Kundenbewertungen Sie auf unserer Internetseite einsehen können.
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