Brunnen bohren Kosten pro Meter für das Herstellen eines Bohrbrunnens. Dabei handelt es sich um reine Bohrkosten und Ausbau des Brunnens, ohne Baustelleneinrichtung, Entsorgung der Erde und Pumpversuch.
Der Preis für die Herstellung einer Erdwärme Tiefenbohrung umfasst die geologische Begutachtung des Grundstücks, die Bohrung der Erdsonde bis zur erforderlichen Tiefe zwischen 50-150 Meter mit einem Standard-Bohrdurchmesser von ca. 130-180 mm, den Einbau der Sondenrohre, die fachgerechte Verfüllung der Bohrung mit wärmeleitfähigem Verfüllmaterial, den Anschluss an das Wärmepumpensystem sowie die grundlegende Wiederherstellung der Oberfläche. Preis pro Tiefenbohrung.
Der Preis für die Herstellung eines Brunnensystems für eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe umfasst die geologische Begutachtung des Grundstücks, die Bohrungen eines Förderbrunnens und eines Schluckbrunnens mit einer Tiefe von 15-30m, die Herstellung der Brunnen mit einem Standard-Bohrdurchmesser von ca. 160 mm, den Einbau der Förder- und Rückführleitungen, die Montage der erforderlichen Pumpentechnik, die fachgerechte Abdichtung der Bohrungen, den Anschluss an das Wärmepumpensystem, einen Pumpversuch zur Bestimmung der Brunnenergiebigkeit sowie die grundlegende Wiederherstellung der Umgebung.
Brunnenbau alle Arbeiten und Material für einen Brunnen mit einem Durchmesser von 125 mm mit einer Tiefe von 20m. Der Preis inklusive Baustelleneinrichtung, Bohrung und Abtragung von Erde und einsetzen einer Wasserpumpe.
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Unter Ihren Füssen schlummern wahre energetische Schätze: Wasser und Erde. Neben den traditionellen Formen des Brunnenbaus, bei denen Grundwasser erschlossen wird, um es zur Gartenbewässerung oder als Brauchwasser zu nutzen (Bohrbrunnen, Schachtbrunnen, Tiefbrunnen) sind heute vor allem Bohrungen für Grundwasserwärmepumpen (Wasser-Wasser-Wärmepumpen) und Erdwärmepumpen (Sole-Wasser Wärmepumpen) aktuell. Für erstere muss man zwei Brunnen bohren (Saug- und Schluckbrunnen), während Letztere eine Erdwärme Tiefenbohrung erfordern. Doch was gibt es dabei zu beachten und mit welchen Kosten muss man rechnen? Die Antworten darauf erfahren Sie im Vorliegenden Beitrag.
| Leistung | Zweck | Bohrtiefe | Bohrtiefe Kosten pro m |
| Brunnen bohren (Saug- und Schluckbrunnen) | Grundwasserwärmepumpe | bis 20 m | 300-600 CHF |
| Erdwärme Tiefenbohrung für Erdsonde | Erdwärmepumpe | 40-100 m | 60-120 CHF |
| Brunnen bohren | Wasserbrunnen | ab 5 m | 300-600 CHF |
*Bei den angegebenen Kosten handelt es sich um die Kosten des kompletten Brunnenbaus (Brunnenbohrung mit und Brunnenausbau).
Wärmepumpen zapfen die in der Umwelt gespeicherte thermische Energie an und machen sie für den Haushalt nutzbar (Raumheizung und -kühlung, Warmwasserbereitung). Je nachdem, welche Wärmequelle genutzt wird (Luft, Erde, Wasser), spricht man von Wasser-Wasser-Wärmepumpen (WWWP), Sole-Wasser-Wärmepumpen (SWWP) und Luft-Wasser-Wärmepumpen (LWWP). Das erste Wort beschreibt die Energiequelle und das zweite das Medium, auf das die thermische Energie übertragen wird (Heizungswasser). Die effizientesten Varianten sind die Wasser-Wasser-Wärmepumpe (für diese muss man zwei Brunnen bohren lassen) und die Sole-Wasser-Wärmepumpe (für diese benötigt man eine Erdwärme Tiefenbohrung). Beide Wärmepumpenarten beziehen thermische Energie aus der Tiefe und benötigen Bohrungen, doch es handelt sich um zwei unterschiedliche Systeme.
Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe nutzt in der Regel Grundwasser als Energiequelle und wird daher meist einfach als Grundwasserwärmepumpe bezeichnet. Um Grundwasser thermisch nutzen zu können, muss man zwei Brunnen bohren: einen Saugbrunnen und einen Schluckbrunnen. Da Grundwasser ganzjährig eine hohe Temperatur hat, ist die Grundwasserwärmepumpe die effizienteste aller Wärmepumpenarten. Fast ebenso effizient ist die Sole-Wasser-Wärmepumpe oder Erdwärmepumpe mit Erdwärmesonde (kurz Erdsonde), die sich die Wärme des Erdreichs zunutze macht.
| Wärmepumpe | Erschliessung der Wärmequelle | Effizienz |
| Grundwasserwärmepumpe (Wasser-Wasser) | Brunnen bohren | Sehr hoch |
| Erdwärmepumpe (Sole-Wasser) | Erdwärme Tiefenbohrung (bei Erdsonde) | Sehr hoch |
| Luftwärmepumpe (Luft-Wasser) | / | Mittel hoch |
Sehen wir uns nun beide Systeme genauer an, um zu sehen, warum sich Brunnen bohren Wärmepumpen mit Brunnenbau und Erdwärme Tiefenbohrung lohnen und welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen.
Grundsätzlich funktionieren alle Wärmepumpenarten auf die gleiche Weise. Sie nehmen Wärme von einer Quelle mit niedriger Temperatur auf, übertragen sie auf ein Kältemittel, das sich zunächst in flüssiger Form befindet und durch die zugeführte Umweltwärme verdampft. Im nächsten Schritt wird das dampfförmige Kältemittel im strombetriebenen Verdichter (Kompressor) komprimiert und dadurch erhitzt, bis die Wärme über den Verflüssiger an das Medium des Heizkreises (Heizungswasser) abgegeben wird. Dabei kühlt das Kältemittel ab und der Druck wird mithilfe eines Expansionsventils auf das Ausgangsniveau zurückgebracht. Durch das Abkühlen kondensiert das Kältemittel und fliesst zurück zum Verdampfer, wo der Kältemittelkreislauf von Neuem beginnt.
Die Besonderheit von Grundwasser- und Erdwärmepumpen liegt darin, dass erstere die thermische Energie des Grundwassers und letztere die thermische Energie des Erdreichs nutzen (Aquathermie und Geothermie).
Beide Systeme profitieren von den vergleichsweise hohen und konstanten Temperaturen, die das ganze Jahr über in der Tiefe herrschen, doch wenn man einen Brunnen bohren lässt, um thermische Energie zu beziehen, funktioniert die Wärmeübertragung etwas besser, als wenn die Wärme über eine Erdsonde aus dem Erdreich kommt. Daher sind Grundwasserwärmepumpen noch ein bisschen effizienter als Erdwärmepumpen.
Als stärkstes Argument für Wärmegewinnung mittels Aquathermie und Geothermie ist die hohe Effizienz anzuführen. Die Grundwassertemperatur liegt in der Schweiz ganzjährig bei 8-12 °C und auch das Erdreich selbst weist ab einer gewissen Tiefe konstante Temperaturen zwischen 7 und 12 °C auf. Damit hat die Wärmequelle der beiden Wärmepumpensysteme eine weitgehend konstante und hohe Temperatur. Diese günstige Ausgangssituation garantiert ganzjährig einen zuverlässigen Betrieb von Grundwasser- und Erdwärmepumpen, und stellt einen grossen Vorteil gegenüber der Luftwärmepumpe dar, da die Lufttemperatur gerade im Winter, wo die Wärmepumpe am meisten gebraucht wird, sehr niedrig ist.
Die laufenden Kosten einer Wärmepumpenheizung hängen nämlich vor allem davon ab, wie viel Strom zum Antrieb des Verdichters verbraucht wird, der die Umweltwärme auf ein nutzbares Temperaturniveau anheben muss. Wenn also die Wärmequelle eine höhere Temperatur hat, muss der Verdichter weniger arbeiten, was wiederum einen geringeren Stromverbrauch bedeutet. Die Grundwasserwärmepumpe benötigt auch zum Betrieb der Unterwasserpumpe im Saugbrunnen, die das Brunnenwasser umwälzt und zur Wärmepumpe pumpt, eine geringe Menge Strom. Doch insgesamt ist der Stromverbrauch einer Grundwasserwärmepumpe sehr gering.
Die ganzjährig hohe Effizienz von Wärmepumpen mit Brunnenbohrung oder Erdsonde zeigt sich an ihren Jahresarbeitszahlen (JAZ). Diese Effizienzkennzahl gibt das Verhältnis von erzeugter Wärme zur eingesetzten elektrischen Energie über den Zeitraum von einem Jahr an. Je höher die JAZ, desto effizienter die Wärmepumpe. In der Tabelle finden Sie die Jahresarbeitszahlen verschiedener Arten von Wärmepumpen:
| Wärmepumpe | Jahresarbeitszahl |
| Grundwasserwärmepumpe | 4.5 bis 5.5 |
| Erdwärmepumpe | 3.5 bis 4.5 |
| Luftwärmepumpe | 2.5 bis 3.5 |
Wärmepumpen mit Brunnenbohrung und Erdsonde sind höchst effizient und amortisieren sich daher auf lange Sicht trotz der höheren Anschaffungskosten.
Ein essenzieller Bestandteil der Grundwasserwärmepumpe ist eine Brunnenanlage, für die man zwei Brunnen bohren muss: einen für die Entnahme und einen für die Rückführung des Grundwassers.
Der Entnahmebrunnen wird meist Saugbrunnen (manchmal auch Förderbrunnen oder Zapfbrunnen) genannt und dient zum Anzapfen des Grundwasserreservoirs. Er enthält ein Förderrohr mit einer Unterwasserpumpe (U-Pumpe), die das Wasser aus der Tiefe ansaugt und an die Erdoberfläche befördert. Dort strömt über den Verdampfer (Wärmetauscher) der Wärmepumpe, wo es seine thermische Energie an das Kältemittel abgibt.
Nach der Wärmeentnahme wird das nun abgekühlte Grundwasser von der Wärmepumpe in den zweiten Brunnen geleitet, der es über ein offenes Rohrsystem zurück in das Grundwasservorkommen leitet, sodass es nicht verschwendet, sondern wieder dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt wird. Dieser zweite Brunnen ist der Schluckbrunnen (auch Ablassbrunnen, Sickerbrunnen Rückgabebrunnen oder Injektionsbrunnen genannt). Zurück im Erdreich erhitzt sich das Wasser durch die Sonnenenergie erneut.
Bei einer Grundwasserwärmepumpe für ein Einfamilienhaus reicht es auch, einen Saugbrunnen und einen Schluckbrunnen bohren zu lassen (man spricht von einem Zwei-Brunnen-System). Bei Grosswärmepumpen für grösseren Gebäudekomplexe muss man jedoch mehrere Saug- und Schluckbrunnen bohren lassen.
| Komponente | Funktion | Typische Ausführung | Relevanz für Effizienz |
| Saugbrunnen | Förderung von Grundwasser | Brunnen bohren 10-20 m | sehr hoch |
| Schluckbrunnen | Rückführung des Wassers | Brunnen bohren 10-20 m | sehr hoch |
| Unterwasserpumpe | Beförderung des Wassers zur Wärmepumpe | Edelstahlpumpe | hoch |
Bevor man die beiden Brunnen bohren kann, muss man die Grundwasserverhältnisse vor Ort ermitteln. Saug- und Schluckbrunnen kann man nur dort bohren, wo ganzjährig eine stabile Grundwasserquelle in einer oberflächennahen Schicht verfügbar ist. Je nach Höhe des Grundwasserspiegels sind Bohrtiefen von 5-20 m erforderlich. Ab einer Bohrtiefe von über 20 m ist ein wirtschaftlicher Betrieb der Grundwasserwärmepumpe in der Regel nicht mehr möglich, da der erhöhte Stromverbrauch für die Grundwasserförderung die Effizienz der Grundwasserwärmepumpe deutlich vermindert.
Zudem muss das Grundwasser von ausreichender Qualität sein. In Gebieten mit vielen landwirtschaftlich genutzten Flächen kann mit versickerndem Niederschlagswasser Dünger ins Grundwasser gelangen. Die hat eine Nitratbelastung zur Folge, die zu Schäden an der Pumpe führen kann. Ausserdem dürfen der Feststoffgehalt (vor allem Mangan und Eisen) sowie der Sauerstoffgehalt nicht zu hoch sein, da sonst eine Verockerung eintreten könnte. Dabei hinterlässt das durchfliessende Wasser ockerfarbige Ablagerungen (Oxide) im Brunnen und in der Wärmepumpe, die einen frühzeitigen Verschleiss des Wärmetauschers und hohe Wartungskosten für die Brunnenreinigung zur Folge haben.
Ein weiterer Planungsfaktor ist die Fliessgeschwindigkeit des Grundwassers, die nicht zu hoch sein darf. Natürlich muss die Quelltemperatur im geeigneten Bereich liegen (die Grundwassertemperatur ist tiefenabhängig).
Aufschluss über die Grundwasserverhältnisse an Ihrem Standort erhalten Sie zunächst bei der zuständigen Behörde bzw. beim Umweltamt, wo Sie Einblick in die Grundwasserstandskarte Ihrer Region nehmen können. Sie können sich auch an die lokale Wasserbehörde wenden. Falls es in der Nachbarschaft bereits Brunnen gibt, ist das ein guter Hinweis darauf, dass Brunnenbau auch auf Ihrem Grundstück möglich ist.
Die genaueste Methode zur Analyse der Grundwasserschichten sind Probebohrungen durch einen Brunnenbauer und eine anschliessende Grundwasseranalyse. Dabei werden Tiefe, Menge, Fliessgeschwindigkeit, Temperatur und Qualität des Grundwassers ermittelt. Häufig sind auch Pumpversuche erforderlich, mit denen sichergestellt wird, dass die Grundwasserqualität angemessen ist.
Erfahrene Brunnenbauer können bereits bei einer Vor-Ort-Besichtigung am Gelände abschätzen, ob oberflächennahes Grundwasser vorhanden sein kann.
Beide Brunnenbohrungen müssen so platziert werden, dass kein stehendes Grundwasser genutzt wird, da dieses durch die Zuführung des abgekühlten Wassers über den Schluckbrunnen schnell abkühlen würde, was langfristig die Effizienz zu stark beeinträchtigen würde. Es kommt also nur fliessendes Grundwasser in Betracht.
Um die beiden Brunnen bohren zu können, muss man zunächst die natürliche Fliessrichtung des Grundwassers kennen. Der Saugbrunnen muss immer in der Fliessrichtung des Grundwassers vor dem Schluckbrunnen liegen und die Brunnenbohrungen müssen mit einem Abstand von mindestens 15 m voneinander angelegt werden (in seltenen Fällen reichten auch 10 m). Dies ist notwendig, damit das bereits genutzte und abgekühlte Grundwasser effektiv abgeleitet wird und nicht wieder von der Unterwasserpumpe im Saugbrunnen angesaugt wird, da dies zu einem thermischen Kurzschluss führen würde.
Während der Wärmeentnahme kühlt sich das Grundwasser um etwa 5 °C ab.
Weil man die beiden Brunnen so bohren muss, dass der erforderliche Abstand zwischen ihnen eingehalten wird, ist bei der Planung zunächst festzustellen, ob das Grundstück über genügend Fläche zur Errichtung der Brunnenanlage verfügt. Des Weiteren ist zu beachten, dass der Abstand zwischen dem Saugbrunnen und der Wärmepumpe möglichst gering sein sollte, damit sich das gepumpte Wasser nicht abkühlt, bevor es zum Wärmetauscher gelangt. Dies würde den Wirkungsgrad der Wärmepumpe senken.
Für einen einwandfreien Betrieb der Grundwasserwärmepumpe müssen beide Brunnen richtig dimensioniert werden. Wie viel Wasser gefördert werden muss, hängt von mehreren Faktoren ab, vor allem von der erforderlichen Heizleistung, der geografischen Lage und der Grundwassertemperatur.
Wärmepumpen benötigen etwa 250 Liter Wasser pro kW Heizleistung und Stunde. Bei einer Grundwasserwärmepumpe mit einer Heizleistung von 8 kW sind das 2.000 Liter Wasser pro Stunde. Dies ist jedoch nur ein allgemeiner Richtwert. Der genaue Wasserbedarf wird vom Fachbetrieb für die Installation der Wärmepumpe bestimmt.
Der Brunnenbau muss so geplant und ausgeführt werden, dass beide Brunnen hydraulisch wirksam sind. Das bedeutet, dass sie einen ausreichenden Wasserdurchfluss gewährleisten müssen. Wenn der Durchmesser des Saugbrunnens zu klein ist, kann die Unterwasserpumpe Sand fördern, oder es kommt zu Reibungsverlusten (Widerstände beim Pumpen, erhöhter Stromverbrauch). Deshalb sollten der Durchmesser der Brunnenbohrung und ihr Ausbaudurchmesser grosszügig gewählt werden. Ein zu kleiner Schluckbrunnen kann dagegen überlaufen, was zum Ausfall der Wärmepumpe führt. Auch die Unterwasserpumpe muss zur Brunnenanlage passen. Zumeist kommen 3“- oder 4“ U-Pumpen zum Einsatz.
Bei der Planung der beiden Brunnen für die Wärmepumpe sind auch andere Faktoren zu berücksichtigen, wie beispielsweise die Ausbildung eines Absenktrichters um den Saugbrunnen sowie die Aufhöhung des Grundwasserstandes um den Schluckbrunnen. Ausserdem muss die Brunnenanlage so angeordnet werden, dass andere Brunnensysteme dadurch nicht beeinflusst werden. Diesem Zweck dienen auch die einzuhaltenden Mindestabstände zur Grundstücksgrenze, die je nach Bundesland variieren, meist aber 2-3 m betragen. Daher sollten Sie den Brunnenbau nur von einem erfahrenen Brunnenbauer durchführen lassen.
| Voraussetzung | Typischer Richtwert | Wichtig für | Prüfung durch |
| Grundwasserstand | weniger als 20 m | Wirtschaftlichkeit | Hydrogeologe |
| Wassermenge | 1’500–2’000 l/h | Heizleistung | Pumpversuch |
| Wasserqualität | eisenarm | Schutz des Wärmetauschers | Labor |
Bevor Sie für Ihre Wärmepumpe Brunnen bohren lassen, müssen Sie eine Bewilligung einholen. Die Nutzung von Grundwasser gilt als Eingriff in ein öffentliches Gut und unterliegt dem kantonalen Wasserrecht, das auf dem Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer (Gewässerschutzgesetz, GSchG) basiert. Die Bewilligung ist bei der zuständigen kantonalen Behörde zu beantragen. Je nach Kanton ist dies das Amt für Umwelt, das Amt für Wasser und Energie, das Tiefbauamt oder eine vergleichbare Fachstelle. In einigen Kantonen erfolgt die Abwicklung über die Gemeinde, die das Gesuch an den Kanton weiterleitet.
Im Bewilligungsverfahren wird vor allem geprüft, ob ausreichend Grundwasser vorhanden ist, ob durch die neue Brunnenanlage benachbarte Brunnen oder Quellen beeinflusst werden und ob die thermischen Veränderungen des Grundwassers zulässig sind. Zudem muss geklärt werden, ob die vorgeschriebenen Mindestabstände zwischen Förder- und Rückgabebrunnen auf dem Grundstück eingehalten werden können und ob Schutzinteressen (Trinkwasserschutz, Gewässerschutz) betroffen sind.
Häufig verlangen die Behörden Pumpversuche, Angaben zur Wasserqualität sowie hydrogeologische Abklärungen. In Grundwasserschutzzonen (S1, S2, S3) ist das Brunnen bohren für Grundwasserwärmepumpen entweder vollständig untersagt oder nur unter sehr strengen Auflagen zulässig. Mit einer Voranfrage der kantonalen Fachstelle können Sie gleich zu Beginn erfahren, ob Sie in Ihrem Wohngebiet überhaupt Brunnen bohren oder eine Erdwärme Tiefenbohrung vornehmen dürfen.
Wir raten dazu, einen Brunnenbauer aus Ihrer Umgebung zu beauftragen, der mit den örtlichen Gegebenheiten und kantonalen Vorschriften vertraut ist und deshalb die Erstellung der Gesuchsunterlagen und die Koordination mit den Behörden schnell erledigen kann.
Ein bestehender Grundwasserbrunnen kann nur dann in das System integriert werden, wenn er ausreichend Grundwasser fördern kann und die Wasserqualität geeignet ist. Allerdings sind vorhandene Grundwasserbrunnen dazu oftmals nicht gross genug. Falls doch ein geeigneter Brunnen vorhanden ist, muss nur einen Brunnen bohren lassen (Schluckbrunnen), was die Kosten erheblich senkt. Die Nutzung eines vorhandenen Brunnens als Energiequelle muss von der Wasserbehörde genehmigt werden.
Wer Brunnen bohren möchte, muss als Erstes die Brunnenbohrung für den Saugbrunnen und anschliessend die Brunnenbohrung für den Schluckbrunnen angelegt. In jedes Bohrloch wird ein korrosionsbeständiges Rohrsystem eingelassen (Förderrohr in den Saugbrunnen und Fallrohr in den Schluckbrunnen), das ins Grundwasser reicht, und eine Kiesschüttung als Filter eingebracht. Anschliessend wird die Unterwasserpumpe im Saugbrunnen installiert. Diese wird über Rohrleitungen und Armaturen mit dem Verdampfer der Wärmepumpe verbunden. Beide Bohrlöcher werden mit Abdeckungen verschlossen, um sie vor Schmutz, Oberflächenwasser oder kleinen Tieren zu schützen.
Unter bestimmten Voraussetzungen (wenn beispielsweise das Wasser in einen nahegelegenen natürlichen Wasserlauf geleitet werden kann) kann auf den Schluckbrunnen verzichtet werden. Dies ist jedoch nur in Ausnahmefällen möglich und bedarf einer gesonderten Genehmigung. Im Regelfall fordern Wasserschutzvorschriften, dass das Grundwasser wieder in der gleichen Tiefe in den natürlichen Wasserkreislauf eingebracht wird, aus der es entnommen wurde.
Achten Sie darauf, einen erfahrenen Brunnenbauer zu finden, der Ihre Brunnen bohren kann. Doch was kostet es, zwei Brunnen bohren zu lassen, um eine Grundwasserwärmepumpe zu installieren? Wieviel das Brunnen bohren kosten kann, hängt von der Bohrtiefe, dem Durchmesser der Bohrung, der Bodenbeschaffenheit sowie dem individuellen Planungs- und Arbeitsaufwand ab. Deshalb können die Kosten je nach Situation erheblich variieren. In der Regel muss man mit Kosten zwischen CHF 300 und CHF 600 pro Bohrmeter pro Brunnen rechnen. Bei einer Bohrtiefe von 15 m ergibt das zwischen CHF 9’000 und CHF 18’000 für 2 Brunnen. Der komplette Brunnenbau samt Material (Verrohrung, Dichtungen Unterwassermotorpumpe, elektrische Zuleitungen bis zur Pumpe im Erdreich, Schläuche und weiteres Zubehör), Baustelleneinrichtung mit Abräumung, Pumpversuch zur Bestimmung der Brunnenergiebigkeit und Arbeitsleistung des Brunnenbauers kostet meist zwischen CHF 12’000 und CHF 24’000.
Bevor man einen Brunnen bohren kann, muss man eine Bewilligung für die Brunnenanlage einholen und eine Testbohrung durch den Brunnenbauer durchführen lassen. Beides zusammen schlägt mit bis zu CHF 3’800 zu Buche.
Brunnen bohren ist zwar relativ teuer, doch die Kosten können durch staatliche Fördermittel erheblich abgemildert werden.
Wärmepumpen werden durch das Gebäudeprogramm sowie Kantons- und Gemeindebeiträge gefördert. Überdies können Sie die Wärmepumpen-Installation sowohl von der Bundessteuer als auch von den Kantons- und Gemeindesteuern absetzen. Deshalb ist die Förderungshöhe je nach Kanton und Gemeinde unterschiedlich.
Das gesamte Wärmepumpensystem muss regelmässig gewartet werden. Das Augenmerk liegt dabei auf der Überprüfung der Brunnen und der damit verbundenen Teile (Unterwasserpumpe, Ventile und Filter). Auch die Brunnen müssen einer Sichtprüfung unterzogen werden, um festzustellen, ob sich Wasserverunreinigungen im Brunnen ablagern oder andere Abnutzungserscheinungen aufgetreten sind. Überdies müssen Grundwasserstand und -qualität regelmässig überprüft werden.
Die Auflagen aus der Genehmigung und die Garantievorgaben der Hersteller sehen häufig eine jährliche Wartung vor, die zur Sommerzeit durchgeführt werden sollte, um das Ausfallrisiko während der darauffolgenden Heizperiode zu minimieren. Eine Routinewartung kostet im Schnitt nur etwa CHF 200.
Gut gebaute und gewartete Grundwasserbrunnen halten mehrere Jahrzehnte. Es kann jedoch passieren, dass der Grundwasserspiegel sinkt und die Brunnenanlage versiegt. In diesem Extremfall müssen beide Brunnen vertieft werden, damit sie wieder Grundwasser schöpfen. Dies ist jedoch mit einem erneuten Kostenaufwand verbunden.
Im Falle einer Versandung des Schluckbrunnens oder wenn sich Ablagerungen am Brunnenrand festgesetzt haben, muss der Brunnen gereinigt werden. Anschliessend sind geeignete Massnahmen zu ergreifen, um ein erneutes Versanden zu verhindern.
Familie Hoffmann musste für ihre Grundwasserwärmepumpe zwei Brunnen bohren lassen. Herr und Frau Hoffman trafen vor einiger Zeit die Entscheidung, ihr Zuhause energetisch zu modernisieren. Nach einer Energieberatung entschieden sie sich schliesslich für eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe, die künftig Heizung und Warmwasserbereitung für das Einfamilienhaus mit rund 160 m2 Wohnfläche übernehmen soll. Voraussetzung dafür war die Herstellung einer Brunnenanlage aus Saug- und Schluckbrunnen, über die das Grundwasser entnommen und nach der Wärmeentnahme wieder in den Untergrund geleitet wird. Über die Plattform Daibau hat das Ehepaar Hoffmann einen Brunnenbauer gefunden, der nicht nur die beiden Brunnen bohren, sondern seine Auftraggeber auch durch das Genehmigungsverfahren begleiten konnte. Das Projekt ist ein typisches Beispiel dafür, wie Brunnen für Wärmepumpen gebaut werden, und lief folgendermassen ab:
| Leistung | Kosten |
| Hydrogeologische Abklärung und Eignungsprüfung des Grundstücks | 800 CHF |
| Bewilligungsverfahren | 900 CHF |
| Probebohrung | 1’260 CHF |
| Saugbrunnen 15m | 6’200 CHF |
| Brunnenentwicklung und Einbau der U-Pumpe | 1’000 CHF |
| Bohrung und Ausbau des Schluckbrunnens 15m | 6’200 CHF |
| Pumpversuch und Funktionsprüfung | 1’400 CHF |
| Wasseranalyse im Labor | 240 CHF |
| Anschluss der Brunnenleitungen an die Wärmepumpe | 1’100 CHF |
| Gesamtkosten | 19’100 CHF |
Kommentar von Herrn Hoffmann:
Wir kannten ehrlich gesagt keine Bohrfirmen, also haben wir einfach eine Anfrage bei Daibau eingestellt. Schon nach ein, zwei Tagen hatten wir mehrere Angebote auf dem Tisch. Dann haben wir die Preise verglichen und geschaut, was andere Kunden über die Firmen so geschrieben haben. Am Ende haben wir uns für einen Brunnenbauer aus der Nähe entschieden, der richtig gute Bewertungen hatte, und das war definitiv die richtige Wahl. Er hat wirklich saubere Arbeit geleistet.
Erdwärme kann mit horizontalen Erdkollektoren, Grabenkollektoren oder vertikalen Erdsonden angezapft werden, wobei Erdsonden, die mittels Tiefenbohrung ins Erdreich eingelassen werden, besonders effizient sind. Der grosse Vorteil von Erdsonden liegt darin, dass die Temperaturen in den tieferen Erdschichten ganzjährig konstant bleiben, weshalb Erdsonden effizienter arbeiten als horizontale Kollektoren, die oberflächennahe verlegt werden. Die stabilen Betriebsbedingungen tragen auch zur Betriebskostensenkung sowie zur Langlebigkeit der Anlage bei.
Vertikale Erdwärmesonden arbeiten ganzjährig effizienter als horizontale Flächenkollektoren.
Darüber hinaus benötigen vertikale Sonden deutlich weniger Platz auf dem Grundstück, sodass sie dort eingesetzt werden können, wo die Verlegung horizontaler Kollektoren aus Platzmangel oder aus baurechtlichen Gründen nicht möglich ist.
| Erdwärmequelle | Typische Tiefe | Flächenbedarf | Ganzjährige Effizienz |
| Erdwärmesonde | 40-100 m | sehr gering | sehr hoch |
| Flächenkollektor | 1.2-1.5 m | hoch | hoch |
| Grabenkollektor | 1.5-2 m | mittel | hoch |
Eine Erdsonde (eigentlich Erdwärmesonde oder kurz EWS) ein Erdwärmeüberträger, der in eine Erdwärme Tiefenbohrung eingebracht wird, um thermische Energie aus dem Erdreich zur Wärmepumpe zu befördern und auf den Kältemittelkreislauf zu übertragen. Sowohl vertikale Erdsonden als auch horizontale Kollektoren bestehen aus Kunststoffrohrleitungen, die eine Soleflüssigkeit (Wasser-Frostschutz-Gemisch) durchfliesst, weshalb die Erdwärmepumpe auch als Sole-Wasser-Wärmepumpe bezeichnet wird. Die Soleflüssigkeit fungiert als Wärmeträger, indem sie die thermische Energie aus dem Erdreich aufnimmt und sie zur Wärmepumpe transportiert, wo sie an das Kältemittel abgegeben wird (ab diesem Punkt funktioniert die Erdwärmepumpe wie jede andere Wärmepumpe). Die abgekühlte Sole fliesst zurück ins Erdreich und der Kreislauf beginnt aufs Neue.
Es gibt mehrere Arten von Erdsonden, wobei im privaten Wohnbau vor allem drei Arten vorkommen:
Die Koaxal-Sonde benötigt ein Aussenrohr mit grösserem Durchmesser (meist 80-120 mm) und ist teurer sowie aufwändiger einzubauen als U-Sonden. Sie ist sehr sinnvoll bei grossen Heizlasten und sehr tiefen Bohrungen, doch bei Erdwärmepumpen für Einfamilienhäuser werden viel häufiger U-Sonden eingesetzt.
Bei Erdwärmepumpen für Einfamilienhäuser gilt die Doppel-U-Sonde als Standard, da sie ein Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Die U-Sonde ist dagegen die kostengünstigste und einfachste Variante und wird vor allem dort eingesetzt, wo ausreichend Bohrtiefe möglich ist. Sie ist technisch zuverlässig, doch die Entzugsleistung pro m ist etwas geringer als bei anderen Sonden.
| Kriterium | U-Sonde | Doppel-U-Sonde | Koaxial-Sonde |
| Aufbau | Ein Rohrpaar | Zwei getrennte Rohrpaare im selben Bohrloch | Rohr-in-Rohr-System |
| Entzugsleistung | Niedrig bis mittel | Hoch | Hoch bis sehr hoch |
| Erforderliche Bohrtiefe | Höher, um gleiche Leistung zu erreichen | Geringer als bei Einfach-U-Sonde | Gering bis mittel |
| Kosten | Gering | Mittel | Hoch |
Bei allen Arten von Erdsonden handelt es sich um geschlossene Kreisläufe, in denen die Sole auf ihrem Weg ins Erdreich über die Wandung erwärmt wird, bevor sie zum Wärmetauscher der Wärmepumpe fliesst, wo sie die aufgenommene thermische Energie an das Kältemittel abgibt. Danach fliesst sie wieder ins Erdreich und der Kreislauf beginnt von vorne.
Grundsätzlich können Erdwärme Tiefenbohrungen 400 m oder sogar noch tiefer in den Boden getrieben werden, doch solche Tiefen sind nur bei sehr grossen Anlagen erforderlich. Erdwärmebohrungen im Privatbereich sind im Normalfall zwischen 40 und 100 m tief. In diesen Tiefen herrscht unabhängig von Jahreszeit oder Wetter eine Temperatur von etwa 10 °C, was einen stabilen und effizienten Betrieb der Wärmepumpe das ganze Jahr hindurch gewährleistet. Wie tief die Bohrung reichen muss, hängt von mehreren Faktoren ab, wobei der Wärmebedarf und die Bodenbeschaffenheit ausschlaggebend sind. Die erforderliche Bohrtiefe wird im Zuge der Planung festgelegt.
Genau wie der Brunnenbau für eine Grundwasserwärmepumpe bedarf auch eine Erdwärme Tiefenbohrung gründlicher Planung. Die gesamte Anlage muss so geplant werden, dass die Leistung der Erdsonde und der Bedarf der Wärmepumpe aufeinander abgestimmt sind. Die Entzugsleistung der Wärmesonde wird vor allem von der Entzugsleistung des Bodens beeinflusst. Dieser Wert wird in Watt pro Meter angegeben und beschreibt, wie viel Energie dem Boden entzogen werden kann.
Typische Entzugsleistungen schwanken zwischen 30 und 70 W pro m. Bei einer hohen Entzugsleistung kann die Erdsonde auch bei einer geringeren Tiefe ausreichend Wärme aufnehmen.
Einen grossen Einfluss auf die Entzugsleistung hat die Bodenbeschaffenheit bzw. die Zusammensetzung der vorhandenen Gesteinsarten. Die höchste Entzugsleistung gewährleisten Gneis und Magmatite (z. B. Basalt, Granit, Sandstein). Kalkstein-, ton- und lehmhaltige Böden sowie wasserführende Sand- und Kiesböden sorgen für eine mittlere bis hohe Entzugsleistung, während trockene Sand- und Kiesböden nur eine sehr geringe Entzugsleistung ermöglichen.
Informationen zur Bodenbeschaffenheit erhalten Sie bei Ihrem zuständigen geologischen Landesamt und bei Bedarf kann ein geologisches Gutachten in Auftrag gegeben werden. Fachbetriebe für die Erdwärme Tiefenbohrung besitzen ebenfalls entsprechende Kenntnisse über die Böden in ihrem Tätigkeitsgebiet. Daher ist es empfehlenswert, eine Bohrfirma aus der Umgebung zu beauftragen.
Falls entsprechende geologische oder hydrogeologische Daten fehlen, kann die benötigte Erdsondenlänge nicht bestimmt werden. In solchen Fällen sind oftmals Probebohrungen erforderlich, um sog. Thermal Response Tests (TRT) durchzuführen. Auf diese Weise lassen sich die Bodenbeschaffenheit in verschiedenen Tiefen und die damit verbundene Fähigkeit zur Wärmeabgabe herausfinden.
Sobald der Wärmebedarf und die Entzugsleistung des Bodens bekannt sind, kann ermittelt werden, wie tief die Erdsonde in den Boden eingelassen werden muss. Dazu wird eine einfache Formel angewandt: Kälteentzugsleistung in Watt geteilt durch Entzugsleistung in Watt.
Falls der Wärmebedarf zu hoch ist oder sich eine einzelne Bohrung bis zur vorgesehenen Tiefe schwierig gestaltet, kann die berechnete Länge der Erdsonde auf mehrere Sonden verteilt werden. In solchen Fällen müssen die Einbauorte der einzelnen Erdsonden so gewählt werden, dass keine thermischen Wechselwirkungen zwischen ihnen auftreten können. Dazu sind je nach Leistung Abstände von 5-10 m notwendig.
| Gebäudetyp | Leistung der Wärmepumpe | Anzahl der Sonden | Typische Bohrtiefe |
| EFH Neubau | 6-8 kW | 1 Sonde | 80-100 m |
| EFH Bestand | 10-12 kW | 2 Sonden | 2×70 m |
Bei der Planung der Erdwärme Tiefenbohrung sind zudem die Vorschriften zu Mindestabständen zu Gebäuden und zur Grundstücksgrenze einzuhalten. Wenn man eine Tiefenbohrung durchführen lässt, muss man generell konkretere und strengere Vorgaben einhalten, als wenn man einen flacheren Brunnen bohren lässt. Der Grund dafür liegt darin, dass hier mehrere Grundwasserstockwerke durchteuft werden, wodurch die Gefahr von Grundwasserverunreinigungen im Falle fehlerhafter Abdichtung erhöht wird. Die konkreten Vorschriften sind von Bundesland zu Bundesland etwas anders, doch meist werden je nach Bohrtiefe Abstände von 2-6 m zu Gebäuden und zur Grundstücksgrenze verlangt.
In der Regel werden Tiefenbohrungen senkrecht angelegt. Unter Umständen kann die Bohrung auch schräg erfolgen, doch aufgrund des höheren Aufwands werden Schrägbohrungen selten ausgeführt (z.B. bei Platzmangel oder um Erdwärme unter Bestandsbauten zu nutzen).
Bauherren, die eine Erdwärme Tiefenbohrung planen, müssen ein ähnliches Bewilligungsverfahren durchlaufen wie jene, die einen Brunnen bohren lassen möchten. Auch im Falle von Erdwärme Tiefenbohrungen ist das Bewilligungsverfahren kantonal geregelt. Zusätzlich zur wasserrechtlichen Bewilligung ist in allen Kantonen eine Meldung oder Bewilligung über den kantonalen geologischen Dienst erforderlich. Dieser prüft vor allem die geologischen und hydrogeologischen Verhältnisse, die bekannten Störungszonen und Verwerfungen, die Altbergbau- oder Karstgebiete, sowie die Risiken für Grundwasser und Umwelt.
Viele Kantone haben Erdsondenkarten, die Gebiete mit Einschränkungen oder Verboten ausweisen. In Grundwasserschutzzonen, in Gebieten mit thermalen Quellen oder bei erhöhtem geologischem Risiko sind Erdwärmebohrungen oft untersagt. Je nach Kanton kann ein geologisches Gutachten verpflichtend sein oder zumindest dringend zu empfohlen werden. Ab einer bestimmten Tiefe oder bei komplexen Untergrundverhältnissen kann die Behörde zusätzliche Sicherungs- und Überwachungsmassnahmen verlangen.
Auch bei der Erdwärme Tiefenbohrung gilt: Suchen Sie sich einen Fachbetrieb in Ihrer Nähe, der die örtlichen Gegebenheiten und Vorschriften gut kennt.
Im ersten Schritt werden die Bohrpunkte vermessen, um die vorgesehene Position der Erdsonden präzise zu bestimmen. Das Bohrloch sollte sich in der Nähe des Heizungsraums des Hauses befinden und für das Bohrgerät gut zugänglich sein. Anschliessend baut die Bohrfirma eine Bohrmaschine auf dem Grundstück auf. Am Bohrort muss ausreichend Freifläche für verschiedene Gerätschaften wie den Kompressor, die Mulde für den Bohrschlamm und das Bohrgestänge vorhanden sein.
Für Erdwärme Tiefenbohrung werden grosse Bohrgeräte mit Diamantbohrkopf verwendet, die Erde, Gestein und Fels durch den inneren Mantel des Bohrgestänges an die Erdoberfläche befördern. Der genaue Ablauf hängt vom gewählten Bohrverfahren ab (Hammer-, Trocken- oder Spülbohrung).
Sobald die Bohrung die gewünschte Tiefe erreicht hat, wird das Bohrgestänge wieder herausgezogen und die Erdsonde in das Bohrloch eingelassen. Diese wird als fertiges Bauteil an die Baustelle geliefert. Ist dies erledigt, wird das Bohrloch hinterfüllt bzw. ummantelt, wozu ein hoch wärmeleitfähiges und abdichtendes Material verwendet wird (z. B. ein Betonit-Gemisch).
Darauf folgt der Anschluss der installierten Sonde an die Soleleitungen, die zur Wärmepumpe führen. Vor der Wärmepumpe befindet sich ein Sammelverteiler (Soleverteiler), der den Volumenstrom der Sole zwischen der Wärmepumpe und den einzelnen Erdsonden verteilt und reguliert. Er ermöglicht einen hydraulischen Abgleich und eine gleichmässige Wärmeentnahme, sodass die Effizienz des Systems maximiert wird.
Die Rohrleitungen müssen zunächst mit Wasser gefüllt werden, um jegliche Luft aus dem System zu entfernen. Danach müssen ausführliche Durchfluss- und Druckprüfungen durchgeführt werden. Nachdem das System in Betrieb genommen wurde, kann die Bohrstelle wieder verfüllt werden. Das gesamte Verfahren ist innerhalb nur weniger Tage abgeschlossen.
Bei fachgerechter Ausführung liegt die geschätzte Lebensdauer von Erdsonden bei bis zu 100 Jahren.
Die Kosten für die Erdwärme Tiefenbohrung variieren je nach Bohrtiefe und örtlichen Gegebenheiten. Die wesentlichen Kostenfaktoren sind die benötigte Heizleistung, die Bodenbeschaffenheit und die erforderliche Bohrtiefe. Da diese Kostenfaktoren von Projekt zu Projekt erheblich variieren, ist die Preisspanne gross.
Die Kosten pro Bohrmeter inklusive Einbringen der Erdsonde betragen je nach Bodenbeschaffenheit zwischen CHF 60 und CHF 120. Bei einer 100 m tiefen Bohrung muss man also mit Kosten in Höhe von CHF 6’000 bis CHF 12’000 rechnen. Im Falle von schwierigem Terrain, lehmigem Boden, Felsen oder hartem Gestein können die Kosten noch weiter ansteigen.
Hinzu kommen die Kosten für das Genehmigungsverfahren und eventuelle Gutachten sowie die Baustelleneinrichtung und die Entsorgung des Aushubs. Insgesamt liegen diese Kosten im Schnitt bei etwa CHF 3’400, wovon etwa CHF 300-900 auf die Genehmigung und CHF 1’800-3’800 auf die Baustelleneinrichtung und die Entsorgung oder Umverteilung des Aushubs entfallen.
| Leistung | Kosten | Hinweis |
| Bewilligung und Anzeige | 300-900 CHF | abhängig vom Kanton |
| Tiefenbohrung | 60-120 CHF/m | abhängig von der Bodenbeschaffenheit |
| Erdsonde und Verpressung | 1’800-4’500 CHF | Kosten pro Bohrung |
| Druckprüfung | 250-750 CHF | Pflicht |
| Baustelleneinrichtung und Aushubentsorgung | 1’800-3’800 CHF | abhängig von den Gegebenheiten vor Ort |
Auch für die Erdwärmepumpe mit Erdsonde können Sie die Förderung durch das Gebäudeprogramm sowie diverse Gemeindebeiträge nutzen.
Durch die niedrigen Betriebskosten und hohe die Effizienz rentieren sich Grundwasserwärmepumpen mit Tiefenbohrung und Erdwärmepumpen mit Erdsonde trotz der hohen Anschaffungskosten innerhalb eines Jahrzehnts.
Das Wartungsintervall ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, doch die meisten Hersteller führen die regelmässige Wartung als Voraussetzung für die Garantie an. Je nach Typ und Alter sollte die Anlage in regelmässigen Abständen von 1-2 Jahren gewartet werden. Bei der Wartung wird vor allem der Solekreis auf Undichtigkeiten überprüft. Zudem wird die Konzentration des Frostschutzmittels geprüft und bei Bedarf wird der Frostschutz nachgefüllt. Natürlich wird auch die Wärmepumpe selbst gewartet. Die Gesamtkosten für die Wartung belaufen sich auf CHF 350-750.
| Kriterium | Erdwärmepumpe | Grundwasserwärmepumpe |
| Bohrtiefe | hoch | gering |
| Genehmigungsvorschriften | streng | streng |
| Effizienz | hoch | sehr hoch |
| Abhängigkeit vom Standort | mittel | hoch |
Steigende Wasserpreise, längere Trockenperioden und der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit führen dazu, dass immer mehr Hausbesitzer, Landwirte und Gewerbebetriebe einen eigenen Wasserbrunnen errichten lassen. Brunnenwasser kann zur Gartenbewässerung, als Brauchwasser für Haus und Hof oder zur Wasserversorgung in der Landwirtschaft genutzt werden. Als Trinkwasser darf es jedoch nur dann genutzt werden, wenn es die strengen Anforderungen der Trinkwasserverordnung erfüllt. Dies muss mit regelmässigen Analysen (mindestens jährlich) nachgewiesen werden.
Im Brunnenbau unterscheidet man grundsätzlich zwischen mehreren Brunnentypen, die sich in Bauweise, Tiefe, Förderleistung und Einsatzbereich deutlich voneinander unterscheiden. Die Wahl des richtigen Brunnentyps hängt vor allem von der gewünschten Wassermenge, der Nutzungsart und den geologischen Gegebenheiten ab. Das sind die gängigsten Brunnentypen:
Der Schachtbrunnen ist die traditionelle Form des Brunnenbaus und wird seit Jahrhunderten zur Wasserversorgung genutzt. Er besteht aus einem grossen, meist runden Schacht mit einem Durchmesser von etwa 80-150 cm, der bis zum Grundwasser ausgehoben wird. Der Ausbau erfolgt in der Regel mit Betonringen, gemauerten Wänden oder Fertigteilen.
Schachtbrunnen erschliessen oberflächennahes Grundwasser und sind deshalb in der Regel nur 5-15 m tief. Sie eignen sich vor allem für Gartenbewässerung, Brauchwasser oder zur Versorgung landwirtschaftlicher Betriebe mit hohem Wasserbedarf. Aufgrund ihres grossen Durchmessers verfügen Schachtbrunnen über ein hohes Wasserspeichervolumen, reagieren jedoch infolge ihrer geringen Tiefe empfindlicher auf saisonale Schwankungen des Grundwasserspiegels und auf Verunreinigungen.
Ein Bohrbrunnen ist der heute am häufigsten ausgeführte Brunnentyp im privaten und gewerblichen Bereich. Er wird mithilfe von Brunnenbohrgeräten hergestellt und erreicht typischerweise Tiefen von 10-40 m. Der Durchmesser ist deutlich kleiner als bei einem Schachtbrunnen und liegt meist zwischen 115 und 200 mm.
Weil sie tiefer liegende Grundwasserleiter erschliessen, zeichnen sich Bohrbrunnen durch eine konstante Wasserqualität und hohe Betriebssicherheit aus. Nach der Bohrung erfolgt der Brunnenausbau mit Kunststoff- oder Stahlrohren, Filterstrecken und Filterkies, um Sand und Feinteile zurückzuhalten. Das Wasser wird in der Regel mit einer Unterwasserpumpe gefördert.
Bohrbrunnen eignen sich sehr gut für Gartenbewässerung, Brauchwassernutzung, landwirtschaftliche Zwecke und auch für Grundwasserwärmepumpen, sofern die hydrogeologischen Voraussetzungen erfüllt sind.
Tiefbrunnen sind speziell ausgelegte Bohrbrunnen, die in grössere Tiefen von 40, 60 oder sogar 100 m reichen. Sie dienen der Erschliessung tiefer, geschützt liegender Grundwasserleiter, die unabhängig von jahreszeitlichen Schwankungen eine sehr stabile Wasserführung bieten.
Tiefbrunnen werden ausschliesslich als Bohrbrunnen ausgeführt.
Wenn das Grundwasser in den oberen Schichten nicht in ausreichender Menge oder Qualität vorhanden ist, ist das Brunnen bohren anspruchsvoller, da es sehr tief reichen muss. Typische Einsatzbereiche sind Trinkwasserbrunnen, landwirtschaftliche Grossanlagen, Industriebetriebe sowie bestimmte technische Anwendungen.
Aufgrund der grossen Bohrtiefe sind die Kosten für Tiefbrunnen deutlich höher als für flache Bohrbrunnen. Neben den Bohrkosten fallen häufig zusätzliche Aufwendungen für Genehmigungen, hydrogeologische Gutachten, Pumpversuche und leistungsstarke Unterwasserpumpen an.
| Brunnentyp | Typische Tiefe | Bauweise | Anwendungszweck |
| Schachtbrunnen | 5-15 m | Betonringe | Gartenbewässerung |
| Bohrbrunnen | 10-40 m | Spül- oder Trockenbohrung | Garten- und Brauchwasser |
| Tiefbrunnen | 40-100 m | Rotary-Bohrverfahren | hoher Bedarf / Trinkwasser |
Der Bau eines Wasserbrunnens ist kein einfaches Bauvorhaben, sondern ein wasserrechtlich relevantes Projekt. Ein erfahrener Brunnenbauer oder eine spezialisierte Bohrfirma bringt das notwendige Fachwissen mit, um die geologischen Gegebenheiten richtig einzuschätzen, die passende Brunnenbauweise zu wählen und den Brunnen dauerhaft funktionsfähig zu errichten.
Der Brunnenbauer prüft zunächst vorhandene geologische Daten, Karten und Bohrprofile, beurteilt Grundwasserstände und berät zum geeignetsten Brunnentyp. Zudem übernimmt er die fachgerechte Ausführung, den Brunnenausbau mit Filterrohren und Kiesschüttung sowie die Auswahl geeigneter Pumpentechnik. Nicht zuletzt kennt ein Fachbetrieb auch die regionalen Anforderungen der Wasserbehörden und unterstützt bei Anzeige- oder Genehmigungsverfahren.
Die Kosten für den Brunnenbau lassen sich nicht pauschal beziffern, da sie von zahlreichen Faktoren abhängen. Die wichtigste Rolle spielt die erforderliche Bohrtiefe. Egal ob man eine Erdwärme Tiefenbohrung, Saug- und Schluckbrunnen bohren, oder einen herkömmlichen Wasserbrunnen bohren lassen möchte - die Bodenbeschaffenheit spielt in allen Fällen eine wichtige Rolle. Sandige Böden lassen sich einfacher bohren als Fels oder stark bindige Schichten, weshalb der Arbeitsaufwand und die damit verbundenen Kosten geringer ausfallen.
Weitere Kostenfaktoren sind der Durchmesser des Brunnens, die Art der Verrohrung, der Filteraufbau, die notwendige Pumpentechnik sowie eventuelle Zusatzleistungen wie Pumpversuche oder Wasseranalysen. Hinzu kommen Kosten für Planung, Anfahrt und gegebenenfalls behördliche Verfahren.
Die Kosten für einfache Gartenbrunnen beginnen oft im unteren vierstelligen Bereich, während tiefere Bohrbrunnen mit hoher Förderleistung deutlich teurer sein können.
Wie hoch sind die Brunnen bohren Kosten pro Meter? Die Bohrkosten pro Meter liegen in der Schweiz je nach Region, Bodenbeschaffenheit und Bohrverfahren in der Regel zwischen CHF 300 und CHF 600. Ob die Kosten in einem konkreten Fall eher am unteren oder am oberen Ende der Preisspanne angesiedelt sind, hängt zu einem beträchtlichen Teil von der Bodenbeschaffenheit ab. Weiche Böden wie Sand oder Kies sind leichter (und günstiger) zu bohren als feste Gesteine oder stark wechselnde Bodenschichten.
Dabei ist jedoch anzumerken, dass die Gesamtkosten für den Brunnenbau nicht nur die reinen Bohrkosten umfassen. Hinzu kommen die Kosten für den Brunnenausbau (Verrohrung, Filterrohre, Filterkies), die Unterwasserpumpe, eventuelle Pumpversuche, sowie Genehmigungen und Nebenarbeiten. Diese Leistungen werden häufig pauschal oder als Zusatzpositionen abgerechnet und sind in den reinen Kosten pro Meter nicht enthalten.
Je tiefer der Brunnen, desto niedriger fallen gewöhnlich die Bohrkosten pro Meter oft aus, da sich Rüst- und Anfahrtskosten auf mehr Meter verteilen. Die Gesamtkosten steigen dennoch deutlich mit der Tiefe, weil der Brunnenausbau aufwändiger wird.
Damit ergiebige und stabile Grundwasserschichten erschlossen werden können, die eine von jahreszeitlichen Schwankungen unabhängige Wasserversorgung garantieren, müssen Brauchwasserbrunnen häufig ungefähr 30 m tief gebohrt werden. Brunnen mit diesen Tiefen sind nahezu immer Bohrbrunnen, da Schachtbrunnen in solchen Fällen technisch und wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll wären.
Solche Bohrbrunnen werden für grössere Gärten, landwirtschaftliche Bewässerung oder das Brauchwasser im Haushalt (für Spül- und Waschmaschinen, Toilettenspülung und zur Gartenbewässerung) genutzt. Sie werden mit Kunststoffrohren ausgebaut, im wasserführenden Bereich mit Filterrohren versehen und mit Filterkies umhüllt. Gefördert wird das Wasser in der Regel mit einer leistungsstarken Unterwasserpumpe.
Die Brunnen bohren 30 Meter Kosten liegen je nach geologischen Verhältnissen und Ausstattung zwischen CHF 9’000 und CHF 18’000. Darin enthalten sind in der Regel die Bohrarbeiten, der Brunnenausbau mit Filter- und Vollrohren, die Kiesschüttung sowie grundlegende Spülarbeiten. Je nach Ausstattung können zusätzliche Kosten für eine leistungsfähige Unterwasserpumpe, elektrische Anschlüsse oder einen Pumpversuch anfallen.
Es kann aber auch sein, dass man beim Brunnen bohren doppelt so tief gehen muss. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn oberflächennahe Grundwasserleiter nicht ausreichend ergiebig oder zu stark schwankend sind, sodass man einen sehr tiefen Brunnen bohren muss, um ein ergiebiges Grundwasservorkommen erschliessen zu können. Wenn besonders hohe Anforderungen an Fördermenge und Betriebssicherheit bestehen, kann ebenfalls die Entscheidung für einen solchen Tiefbrunnen getroffen werden.
Wer einen 60 m tiefen Brunnen bohren will, muss natürlich mit höheren Kosten und erhöhtem technischem Aufwand für die Bohrung und den Brunnenausbau rechnen. Auch die Planung und Abstimmung mit der Wasserbehörde ist bei grösseren Tiefen oft aufwendiger. Entsprechend liegen die Kosten meist zwischen CHF 18’000 und CHF 36’000, in Einzelfällen auch darüber. Neben den reinen Bohrkosten schlagen hier insbesondere der Materialeinsatz, die längere Arbeitszeit und die leistungsstarke Pumpentechnik zu Buche.
| Bohrtiefe | Brunnentyp | Gesamtkosten* |
| bis 10 m | Schacht-/Flachbrunnen | 18’000-37’500 CHF |
| ca. 15-30 m | Bohrbrunnen für Wärmepumpe | 4’500-18’000 CHF |
| ca. 40-100 m | Tiefbrunnen | 2’400-12’000 CHF |
*Dabei handelt es sich um die reinen Brunnenbau Kosten ohne Baustellenvorbereitung, Räumung und Pumpversuch
Der Brunnenbau für Garten-, Brauch- oder Nutzwasser unterliegt dem Wasserrecht, wobei die Vorschriften je nach Brunnenart, Tiefe und Nutzungszweck unterschiedlich sind. Schachtbrunnen und sehr flache Brunnen sind häufig bewilligungspflichtig, können in einzelnen Kantonen aber auch nur meldepflichtig sein. Bohrbrunnen zur Grundwasserentnahme sind in der Regel bewilligungspflichtig. Tiefbrunnen unterliegen immer einem formellen Bewilligungsverfahren.
Besonders streng sind die Vorschriften in Grundwasserschutzzonen, in der Nähe von Trinkwasserfassungen sowie in Gebieten mit sensibler Hydrogeologie. Auch private Gartenbrunnen sind davon nicht ausgenommen.
Da die Zuständigkeiten und Detailanforderungen kantonal unterschiedlich geregelt sind, sollten Bauherren vor Beginn jeder Brunnenbaumassnahme Kontakt mit der zuständigen kantonalen Fachstelle aufnehmen.
Ein erfahrener Brunnenbauer kann Sie bei der Klärung dieser Fragen unterstützen und dafür sorgen, dass Ihr Brunnen rechtssicher errichtet wird.
Auf der Plattform Daibau können Sie unter mehr als 40 bewerteten Auftragnehmern für Brunnenbau und Erdwärme Tiefenbohrung in der Schweiz wählen und ihnen unkompliziert Ihre Anfrage senden.
Die Brunnenbohrung Kosten pro Meter liegen in der Schweiz in der Regel bei CHF 300 bis CHF 600. Der genaue Preis hängt stark von den Bodenverhältnissen, der Bohrtechnik und der erforderlichen Bohrtiefe ab. Diese Kosten beziehen sich ausschließlich auf die Bohrleistung und Leistungen wie Brunnenrohre, Filterstrecken und Abdichtungen. Genehmigungen, Baustellenvorbereitung, Unterwasserpumpe, Anschlussarbeiten und Baustellenräumung werden separat berechnet und haben erheblichen Einfluss auf die Gesamtkosten.
15 Meter Brunnen können für Brauchwasser, zu landwirtschaftlichen Zwecken oder für eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe genutzt werden. Bei Bohrkosten von CHF 300 bis CHF 600 pro Bohrmeter ergeben sich bei einem 15 Meter Brunnen Kosten in Höhe von CHF 4’500 bis CHF 9’000. Der komplette Brunnenbau inklusive Brunnenausbau, Baustellenvorbereitung, Räumung und Pumpversuch zur Bestimmung der Brunnenergiebigkeit kostet zwischen CHF 7’500 und CHF 15’000. Die genauen Kosten hängen von der Brunnenart, den Bodenverhältnissen, der Komplexität des Brunnenausbaus sowie der technischen Ausstattung ab.
Wenn oberflächennahe Grundwasserleiter nicht ausreichend ergiebig sind oder zu stark schwanken, muss ein Tiefbrunnen angelegt werden. Wenn der Brunnen 60 Meter tief reichen muss, betragen die Brunnen bohren Kosten samt Brunnenausbau meist zwischen CHF 18’000 und CHF 36’000. Der gesamte Brunnenbau inklusive Baustelleneinrichtung und Räumung, Brunnenausbau, Genehmigungen, Tiefbrunnenpumpe, sowie Druckprüfung kostet zwischen CHF 18’500 und CHF 29’500. Die hohen Kosten sind auf die hohen Ansprüche an die Bohrtechnik und den Brunnenausbau zurückzuführen. Zu Buche schlagen vor allem die hochwertigen Brunnenrohre, die Filterstrecke, die Abdichtung der Bohrlochwand sowie eine leistungsstarke Tiefbrunnenpumpe.
Bei einer 60 m tiefen Bohrung für eine Erdwärmesonde liegen die Bohrkosten bei etwa CHF 3’600 bis CHF 7’200, und ein komplettes System samt Genehmigungsverfahren und Anzeige, Baustelleneinrichtung und Aushubentsorgung, Tiefenbohrung, Erdsonde und Verpressung, sowie Druckprüfung kostet zwischen CHF 7’800 und CHF 17’250. Diese Kosten sind viel niedriger, da solch eine Bohrung keinen Brunnenausbau benötigt. Da handelt es sich nämlich um ein geschlossenes System mit einer Bohrung für eine Erdsonde, das keine Brunnenpumpe benötigt, da kein Grundwasser ausgepumpt wird.
Bohrbrunnen für Garten- oder Brauchwasser sind häufig etwa 30 Meter tief. Die Kosten für das Brunnen bohren von 30 Meter Tiefe mit Brunnenausbau (Verrohrung, Filterstrecke, Unterwasserpumpe usw.) betragen meist zwischen CHF 9’000 und CHF 18’000. Der gesamte Brunnenbau einschliesslich Baustellenvorbereitung, Räumung und Pumpversuch kostet zwischen CHF 12’000 und CHF 24’000. Die tatsächlichen Kosten hängen davon ab, ob schwierige Bodenschichten durchbohrt werden müssen und welche Förderleistung der Brunnen später erbringen soll.
Wie tief man einen Brunnen bohren muss, um Grundwasser zu erreichen, hängt vom lokalen Grundwasserstand ab, und die erforderliche Bohrtiefe ist regional sehr unterschiedlich. In manchen Gegenden liegt das Grundwasser bereits in 5 bis 10 Metern Tiefe, in anderen Regionen stösst man erst bei 30 Metern oder mehr auf ein ausreichend ergiebiges Grundwasservorkommen. Eine pauschale Aussage ist daher nicht möglich. Hinweise liefern geologische Karten, Nachbarbrunnen oder Auskünfte der zuständigen Wasserbehörde. In der Praxis wird häufig zunächst eine Probebohrung durchgeführt, um die tatsächliche Grundwasserhöhe und die Ergiebigkeit des Aquifers festzustellen.
Beim Brunnen bohren wird mit speziellen Bohrgeräten ein schmales, tiefes Bohrloch angelegt, das anschliessend mit Rohren und Filterstrecken ausgebaut wird. Diese Methode ist technisch anspruchsvoll, ermöglicht aber grosse Bohrtiefen und den Bau eines dauerhaft zuverlässigen Brunnens. Brunnen schlagen bzw. rammen beschreibt dagegen eine einfache und kostengünstige Methode, bei der ein Filterrohr mit einer Ramme in den Boden getrieben wird. Diese Technik funktioniert nur bei sehr hohem Grundwasserstand und lockeren Böden. Ramm- oder Schlagbrunnen sind meist flach, liefern geringere Wassermengen und sind anfälliger für Verockerung sowie Verunreinigung. Für Brauchwasserversorgung oder Wärmepumpen sind solche Brunnen nicht geeignet.
Ein Schachtbrunnen wird von Hand oder mit dem Bagger gegraben und ist relativ breit, aber flach. Ein Bohrbrunnen hingegen ist schmal, deutlich tiefer und wird mit einem Bohrgerät gebohrt. Bohrbrunnen sind technisch moderner, hygienischer, langlebiger und liefern meist zuverlässiger Wasser als Schachtbrunnen, die oberflächennahes Grundwasser nutzen. Schachtbrunnen eignen sich vor allem für Gartenbewässerung oder als Brauchwasserbrunnen. Für Wärmepumpen sind sie meist ungeeignet, da sie anfälliger für Verunreinigungen sind und oft nicht ausreichend konstante Wassermengen liefern.
Zum Brunnenbau gehören die Hydrogeologische Vorprüfung und Standortbewertung, Genehmigungsverfahren, Baustellenvorbereitung, Probebohrung, Brunnenbohrung und der Brunnenausbau. Letzterer umfasst das Einbringen der Brunnenrohre, der Filterstrecke, des Filterkieses und der Abdichtungen, sowie die Entwicklung des Brunnens und den Einbau der Unterwasserpumpe. Schliesslich muss der Brunnen noch an das Leitungssystem bzw. die Grundwasserwärmepumpe angeschlossen werden.
Eine Brunnenbohrung erschliesst Wasser und eine Erdwärme Tiefenbohrung erschliesst thermische Energie aus dem Erdreich. Die Brunnenbohrung dient dazu, Grundwasser zu fördern, das zum Betrieb einer Grundwasserwärmepumpe (Wasser-Wasser-Wärmepumpe) oder als Brauchwasser (selten als Trinkwasser) genutzt wird. Für eine Grundwasserwärmepumpe braucht man eine Brunnenanlage aus zwei Brunnen (der erste Brunnen dient der Entnahme und der zweite der Rückgabe des Grundwassers). Im Gegensatz dazu dient eine Erdwärme Tiefenbohrung nicht der Wasserförderung, sondern dem Einbau einer Erdwärmesonde. Während es sich bei Brunnenanlagen um offene Systeme handelt, sind Erdsonden geschlossene Systeme, in denen eine Soleflüssigkeit in einem Rohrsystem zirkuliert und dem Erdreich Wärme entzieht. Es findet kein direkter Kontakt mit dem Grundwasser statt. Erdwärmebohrungen sind meist deutlich tiefer als Brunnenbohrungen und reichen bis zu 100 Meter tief, in Einzelfällen sogar noch tiefer.
Eine Erdsonde bzw. Erdwärmesonde ist ein geschlossenes Rohrsystem, das in ein vertikales Bohrloch eingebracht wird, um dem Erdreich Wärme zu entziehen. In den Rohren zirkuliert eine frostsichere Sole, die die im Boden gespeicherte Erdwärme zur Wärmepumpe transportiert. Erdsonden sind Teil von Sole-Wasser-Wärmepumpen (Erdwärmepumpen).
Die Erdwärme Tiefenbohrung Kosten variieren in der Schweiz je nach Bohrtiefe und örtlichen Gegebenheiten. Die Kosten pro Meter liegen meistens bei CHF 60 bis CHF 120. Manchmal müssen für ein Einfamilienhaus zwei Sonden eingebracht werden, sodass zwei Bohrungen benötigt werden. Hinzu kommen die Kosten für die Baustelleneinrichtung und Aushubentsorgung, die Erdsonde, die Verpressung, die Druckprüfung und das Genehmigungsverfahren.
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Grundwasserbrunnen für Gartenbewässerung
Sehr geehrte Damen und Herren,
Bitte um ein Angebot für Grundwasser Brunnen.
Wir benötigen:
- einen Brunnen zur Gartenbewässerung.
- Volumenstrom max. 60 Liter/Minute.
- evtl. falss vorgeschrieben Sondierungsbohrung
- evtl. Einholung der Bohrbewilligung
- Brunnenfassung, 150 mm Rohr, Pumpe 5 bar, Abdeckung
Danke im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen
3908.7 CHF bis 6514.5 CHF
Brunnenreinigung
Sehr geehrte Damen und Herren,
bitte um ein Angebot für Brunnenreinigung.
Bitte um Kontaktaufnahme.
Mit freundlichen Grüßen
590.85 CHF bis 984.75 CHF
Brunnen-Wartung (Leitungen, Fassung, usw.)
Sehr geehrte Damen und Herren,
bitte um ein Angebot für Brunnen-Wartung (Leitungen, Fassung, usw.).
Die Brunnen sind ca 200Jahre alt, die Leitungen voller Wurzeln,
Insgesamt scheinen sie nicht gepflegt worden zu sein.
Wir brauchen
Funktionsbeschreibung, Sanierungsbedarf, Lageplan usw.
Bitte um Kontaktaufnahme.
Mit freundlichen Grüßen
4545 CHF bis 7575 CHF

























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