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Guten Tag
Bitte um ein Angebot für einen Erdaushub: 3 m tief ca. 200 m2.
Herzlichen Dank und freundliche Grüsse
G****
Mit dem Begriff Aushub (auch Erdaushub oder Bodenaushub genannt) bezeichnet man das Erd- oder Felsmaterial, das bei verschiedenen Bauvorhaben wie dem Bau von Häusern, Stützmauern oder Einbaupools sowie der Verlegung von Leitungen (für Kanalisation, Wasserversorgung, Fernwärme, Gas, Telefon usw.) und dem unterirdischen Einbau von Regenwasserzisternen ausgehoben wird. Umgangssprachlich wird auch die Leistung selbst als Aushub bezeichnet. Unter allen Erdarbeiten, zu denen beispielsweise auch Bodenabtrag, Ver- und Auffüllungen sowie Aufschüttungen gehören, fällt dem Ausheben des Erdreichs die wichtigste Rolle zu.
Beim Ausheben einer Baugrube wird niemals einfach nur ein Loch in den Boden gebuddelt. Bei fachgerechtem Vorgehen werden mehrere Arten von Aushubarbeiten ausgeführt:
Bevor es mit den Aushubarbeiten überhaupt losgehen kann, sollte unbedingt ein Baugrundgutachten (auch Gründungsgutachten, Baugrunduntersuchung oder geotechnischer Bericht genannt) erstellt werden. In Österreich trägt nämlich der Bauherr selbst das Baugrundrisiko und bei Erdarbeiten können aufgrund ungünstiger Grundwasserverhältnisse, gering tragfähiger Böden oder anderer Faktoren schnell unvorhergesehene und hohe Mehrkosten entstehen.
Baugrubenaushub ist nur mit schwerem Gerät zu bewältigen und wird normalerweise mit Bagger-Maschinen (Hydraulikbagger und Minibagger), Radladern und Laderaupen vorgenommen. Für den Abtransport des Aushubmaterials zur Deponie ist ein Container bzw. ein Lkw erforderlich.
Baugrubenaushub und andere Erdarbeiten sind vorwiegend bei bewilligungspflichtigen Bauvorhaben erforderlich, weshalb sie keiner zusätzlichen Genehmigung bedürfen. Die Bauausführung darf nicht von der Baubewilligung abweichen, weshalb die Vorgaben in der Baubewilligung auch den Rahmen für den Baugrubenaushub und andere Erdarbeiten setzen. Achten Sie jedoch darauf, den Aushub vorschriftsgemäss zu entsorgen. Der Aushub, der auf einer Deponie entsorgt wird, darf keine Bauabfälle wie Mörtel, Zement, Beton, Mauerwerk, Putzreste, Holz oder Asphalt enthalten. Im Falle einer Belastung durch Öl, Fette, Säuren, Laugen oder andere Gefahrstoffe (z. B. Schwermetalle oder Chemikalien) ist der Aushub als Sondermüll zu betrachten und vorschriftsgemäss zu entsorgen.
Beim Bau eines Einfamilienhauses fallen in der Regel 200 bis 300 m³ Erdaushub an. Etwa ein Sechstel der Aushubmasse ist Mutterboden, der zwecks späterer Verfüllung auf dem Grundstück verbleibt, während der Rest zur Deponie abgefahren wird. Zum Zwischenlagern des Mutterbodens ist eine ausreichend grosse Fläche erforderlich, da der Boden immer verdichtet ist und beim Aufschütten eines Erdhügels mit 25 bis 30 % Volumenzuwachs zu rechnen ist.
Auch beim Poolbau fällt eine überraschend grosse Aushubmenge an. Für einen eineinhalb Meter tiefen Swimmingpool, der auch in Länge und Breite mehrere Meter misst, müssen mehrere Dutzend Kubikmeter Erde (mehrere 10.000 Liter) ausgehoben werden. Hinzu kommen noch die Schächte für die Verschlauchung, die mindestens 1,20 m tief sein müssen.
Der Mutterboden wird normalerweise für die Verfüllarbeiten verwendet, um nach Beendigung der Bauarbeiten eine schnelle Begrünung zu ermöglichen. Sollte er nicht auf dem eigenen Grundstück benötigt werden, kann der Mutterboden kostenlos bei kommunalen Betrieben und Gartenbauunternehmen abgegeben werden. Der Rest des ausgehobenen Erdreichs kann beispielsweise zum Anlegen einer Terrasse verwendet werden. Doch dazu reicht normalerweise bereits ein Teil des Aushubs, der Grossteil muss auf einer Deponie entsorgt werden.
Die Kosten für den Aushub hängen von einer ganzen Reihe von Faktoren ab, weshalb sich keine pauschalen Aussagen darüber treffen lassen. Die wichtigsten Kostenfaktoren sind die Lage des Grundstücks (die Arbeit auf schwer erreichbaren Hanglagen ist aufwändiger und teurer), die Bodenbeschaffenheit, die Aushubmenge und der Abtransport.
Mit der Bodenbeschaffenheit ist vor allem die Bodenklasse gemeint. Meistens hat man es mit Bodenklasse 3 (leicht lösbare Bodenarten), 4 (mittelschwer lösbare Bodenarten) oder 5 (schwer lösbare Bodenarten) zu tun. Für diese Bodenklassen werden die Kosten per Kubikmeter berechnet (1 m³ entspricht etwa 2 t) und betragen CHF 30 / m³ oder mehr. Bei höheren Bodenklassen wird es teurer: Bei Bodenklasse 7 (schwer lösbarer Fels – höchste Bodenklasse) können die Kosten auf ganze CHF 100 / m³ ansteigen. Bei den ersten beiden Bodenklassen sind die Kosten niedriger (ab etwa CHF 15 / m³), doch bei Bodenklasse 2 (fliessende Bodenarten) können sie je nach Wassergehalt des Bodens erheblich variieren.
Die Kosten für die Entsorgung des Aushubmaterials durch den Erdbaubetrieb (abfahren und entsorgen) bewegen sich zwischen CHF 50 und CHF 100 / m³. Um die Entsorgungskosten zu senken, können Sie einen Container mieten und diesen selbst befüllen.
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