1. Parkettboden abschleifen
Das Reparieren eines beschädigten Parkettbodens erfolgt durch Abschleifen und anschliessende Oberflächenbehandlung. Das Abschleifen erfolgt nur alle 10 bis 15 Jahre und wird mit einer Parkettschleifmaschine in drei Schleifvorgängen durchgeführt. Vor dem buchstäblichen letzten Schliff können Risse und Löcher im Parkettboden mit Parkettspachtel verfüllt werden. Dieser wird mit dem Schleifstaub der ersten beiden Schleifvorgänge angerührt, damit er an die Farbe des Parkettbodens angeglichen wird.
Beim Abschleifen werden normalerweise etwa 0.5 bis 1 mm des Holzes abgetragen, sodass gesundes Holz zum Vorschein kommt. Deshalb können nur Massivparkett und Mehrschichtparkett mit einer ausreichend starken Nutzschicht abgeschliffen werden. Nach dem Abschleifen wird der Parkettboden aufs Neue mit Parkettlack oder -öl oberflächenbehandelt.
2. Parkettboden versiegeln (lackieren)
Das Lackieren von Parkett erfolgt in mehreren Schichten. In der Regel wird der Parkettboden zunächst grundiert, bevor der Lack zwei- oder dreischichtig aufgetragen wird. Zur Auswahl stehen Parkettlacke in verschiedenen Glanzstufen (matt, halbmatt, glänzend und hochglänzend). Der Lack bildet auf dem Parkettboden eine luftdichte Versiegelung, die das Eindringen von Flüssigkeiten verhindert und die Oberfläche des Parkettbodens auch mechanisch widerstandsfähiger macht. Die Versiegelung muss nicht regelmässig erneuert werden. Üblicherweise wird Parkettboden im Zuge einer Reparatur neu versiegelt, weil die alte Versiegelung durch das Abschleifen abgetragen wird.
3. Parkettboden ölen
Das Öl kann manuell oder maschinell aufgetragen werden. In beiden Fällen erfolgt die Behandlung in kreisenden Bewegungen und mit gleichmässigem Druck. Der Vorgang wird so oft wiederholt, bis das Holz vollständig gesättigt ist. Überschüssiges Öl wird mit einem trockenen Tuch abpoliert, was ebenfalls manuell oder maschinell durchgeführt werden kann. Öl ist umweltfreundlicher als Lack. Es dringt ins Holz ein und bildet im Gegensatz zu Lack keine Versiegelungsschicht. Dies hat den Vorteil, dass die natürliche Optik des Parkettbodens erhalten bleibt, und den Nachteil, dass die Parkettoberfläche empfindlicher ist als nach dem Versiegeln. Falls das Parkett bereits bei der Herstellung mit Öl veredelt wurde, sollten Sie nur vom Hersteller ihres Parkettbodens empfohlene Produkte verwenden, um eine unerwünschte Reaktion von unterschiedlichen Ölen zu verhindern. Das Nachölen sollte in Zeitabständen von höchstens 5 Jahren erfolgen.
4. Parkettboden polieren
Wenn der Parkettboden nur leichte Abnutzungsspuren aufweist, die infolge des täglichen Gebrauchs aufgetreten sind, wird er nicht abgeschliffen, sondern nur poliert. Dies kann je nach Beanspruchungsgrad 1- bis 4-mal im Jahr durchgeführt werden. Vor dem Polieren muss der Parkettboden gereinigt und von Staub, Schmutz und Steinchen befreit werden, die das Ergebnis des Polierens verschlechtern würden.
Achten Sie auch auf die Wahl des Poliermittels. Für versiegelte Parkettböden eignen sich wachsfreie Polituren, während geölte Parkettböden mit Pflegeöl behandelt werden sollten. Zur Auswahl stehen sowohl Flüssig- als auch Sprühpolituren. Das Polieren kann manuell mit einem weichen Tuche oder maschinell mit einer Poliermaschine (Einschibenmaschine) erfolgen. Wenn Sie stärkeren Glanz wünschen, sollten Sie den Parkettboden nach dem Trocknen noch nachpolieren.
Das Polieren bringt den Fussboden wieder zum Glänzen und verlängert die Zeit bis zur nächsten Reparatur durch Abschleifen, doch die regelmässige Reinigung kann es nicht ersetzen.
5. Parkettboden reinigen
Parkettböden lassen sich leicht mit dem Staubsauger reinigen, wobei man jedoch eine geeignete Parkettdüse verwenden muss. Am besten ist es, den Parkettboden auch vor dem Wischen abzusaugen, damit beim Wischen keine Schmutzteilchen mitgezogen werden, die den Fussboden beschädigen könnten. Zum Wischen sollte man einen feuchten oder nebelfeuchten Wischmopp verwenden. Der Reiniger wird mit Wasser verdünnt und darf nicht zu aggressiv sein, weshalb spezielle Parkettreiniger oder eine milde Holzbodenseife die richtige Wahl sind. Dies ist vor allem bei geöltem Parkettboden wichtig, da er empfindlicher ist als lackierter (versiegelter) Parkettboden.
Wenn der Parkettboden gerade erst oberflächenbehandelt (neu geölt oder lackiert) wurde, sollte man mindestens 30 Tage warten, bevor man ihn reinigt. Bei werkseitig oberflächenbehandeltem Fertigparkett entfällt diese Wartezeit. Zur Parkettpflege gehört es auch, verschüttete Flüssigkeiten umgehend aufzuwischen und den Fussboden nicht mit Strassenschuhen oder Bürostühlen zu strapazieren. Die Raumluftfeuchtigkeit sollte zwischen 55 und 65 % betragen.
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