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    Steigende Kosten im Bauwesen: Sollten Handwerker 2026 ihre Preise erhöhen?

    Wann haben Sie zuletzt Ihre Dienstleistungspreise überprüft? Viele Handwerker legen ihre Preise einmal fest und behalten sie über Jahre hinweg bei. Doch die Rahmenbedingungen haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Materialpreise sind gestiegen, Energie ist teurer geworden und auch Kraftstoffkosten wirken sich immer stärker auf den Arbeitsalltag aus. Gleichzeitig steigen die Lebenshaltungskosten, wodurch Arbeitnehmer höhere Löhne verlangen. Diese Entwicklungen beeinflussen direkt die Wirtschaftlichkeit jedes Handwerksbetriebs. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf den Markt: Wie entwickeln sich die Preise im Bauwesen im Jahr 2026? Und ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die eigenen Preise neu festzulegen?
    Fachartikel
    handwerker auftragnehmer

    Die Baubranche befindet sich ständig im Wandel. Preise, Nachfrage und Kostenstrukturen verändern sich oft schneller, als man denkt. Wer diese Veränderungen rechtzeitig erkennt und seine Preisstrategie anpasst, bleibt wettbewerbsfähig. Wer hingegen über Jahre hinweg mit denselben Preisen arbeitet, obwohl Material-, Transport- und Personalkosten steigen, riskiert sinkende Gewinne. Das führt häufig dazu, dass man zwar viel arbeitet, aber finanziell kaum vorankommt.

    Viele Handwerker fragen sich deshalb, wie sie ihre Preise richtig kalkulieren können. Wie bleibt ein Betrieb rentabel, ohne Kunden abzuschrecken? Wie kann man Preiserhöhungen erklären, ohne dass Auftraggeber sofort zur Konkurrenz wechseln?

    Deshalb lohnt es sich, kurz innezuhalten und die eigene Kalkulation genauer zu betrachten. In diesem Beitrag zeigen wir, wie sich die Preise im Bauwesen derzeit entwickeln, wie Sie Ihre Dienstleistungen marktgerecht kalkulieren können und wie Ihnen die Daibau-Plattform dabei behilflich sein kann.

    Welche Preise gelten aktuell im Bauwesen?

    In den letzten drei Jahren hat es bedeutende Veränderungen gegeben. Die Baustoffpreise sind in einigen Bereichen um bis zu 20-30 % gestiegen, die Preise für Beton und Stahl verzeichnen starke Schwankungen, während bei Ausbauarbeiten wie Fliesenlegen, Malerarbeiten, Trockenbau und in verwandten Gewerken die Arbeitskosten gestiegen sind. Höhere Energiepreise wirken sich zudem auf Transport und Logistik aus. All diese Veränderungen haben Einfluss auf die Endkosten der Bauarbeiten.

    Im Jahr 2026 gibt es bisher noch keine drastischen Preissprünge, wie wir sie in den Jahren 2022 und 2023 erlebt haben. Die Baustoffpreise sind zwar höher, bewegen sich jedoch ungefähr auf dem Niveau des letzten Quartals 2025. Das ist eine gute Nachricht für Handwerker! Derzeit besteht keine grosse Gefahr, dass die Materialpreise plötzlich ansteigen, während Sie an einem Auftrag arbeiten und den Gewinn schmälern, wie es früher häufig der Fall war, wenn Handwerker Material in ihren Offertenpreis einbezogen haben. Aufgrund steigender Transportkosten und höherer Löhne in der Produktion ist es jedoch möglich, dass die Materialpreise diesem Trend folgen und weiter ansteigen.

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    Die Preise für Bau- und Handwerkerleistungen steigen kontinuierlich. Der Grund ist einfach: Die Nachfrage nach guten Handwerkern ist hoch, während die Offerte an erfahrenen und zuverlässigen Fachkräften begrenzt ist. Kunden sind heute mehr denn je bereit, für Qualität auch mehr zu bezahlen, denn sie haben erkannt, dass es den billigen Handwerker praktisch nicht mehr gibt und dass Qualität ihren Preis hat.

    Und wie sieht es mit den Kraftstoffpreisen aus? Nach einer relativen Stabilität im Jahr 2025 brachte der Beginn des Jahres 2026 neue Preissteigerungen. Derzeit, im März, kostet Eurodiesel CHF 1.95-2.05 pro Liter, während Benzin (Super 95/E10) CHF etwa 1.90-2.10 pro Liter kostet. Für Handwerker, die ständig unterwegs sind und schwere Materialien transportieren, erhöht dies direkt die Kosten jedes Einsatzes vor Ort.

    Zusätzlich trägt der Fachkräftemangel zum Anstieg der Lohnkosten bei.

    Was bedeutet das alles? Es bedeutet, dass im Jahr 2026 mit höheren Kosten für Bauprojekte zu rechnen ist und dass Handwerker darauf gefasst sein müssen, ihre Preise anzupassen, um ihren Umsatz zu sichern und die steigenden Kosten zu decken!

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    Der grösste Fehler - arbeiten zum alten Preis!

    Kunden sehen oft nur die Endsumme und glauben, dass Handwerker im Geld schwimmen. Die Wahrheit ist jedoch, dass Ihre laufenden Kosten steigen.

    Wenn der Materialpreis um 20 % steigt und Sie Ihre Preise nicht anpassen, verringert sich Ihr Gewinn um denselben Prozentsatz. Wenn Ihre Mitarbeiter eine höhere Tagesgage verlangen und Sie diese nicht in den Preis Ihrer Dienstleistung einrechnen, arbeiten Sie praktisch nur noch für die Löhne. Und angesichts steigender Kraftstoffpreise kann es sich sogar lohnen, für Anfahrten eine Pauschale zu berechnen (insbesondere bei kleineren Aufträgen).

    Stellen Sie sich drei Fragen: Bleibt Ihnen am Ende des Jahres derselbe Gewinn wie in den vergangenen Jahren? Haben Sie genügend Geld übrig, um in Werkzeuge, Maschinen oder Fahrzeuge zu investieren? Arbeiten Sie mehr als früher, verdienen aber gleich viel oder sogar weniger?

    Wenn Ihre Antwort auf die ersten beiden Fragen „Nein“ und auf die letzte „Ja“ lautet, ist es Zeit für eine Preiserhöhung.

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    Wie legt man die Preise fest?

    In Zeiten steigender Preise kann es passieren, dass Sie einem Kunden noch den alten Preis berechnen und nach Beendigung des Auftrags feststellen, dass Sie im Grunde nur Material und Fahrtkosten gedeckt haben.

    Erstellen Sie daher eine klare Kostenstruktur. Wie viel Geld entfällt auf Material (wenn Sie es selbst beschaffen), auf Arbeitskräfte bzw. die Löhne Ihres Teams, auf Transport, Abschreibung von Werkzeugen und Maschinen, auf Steuern und Abgaben sowie auf unvorhergesehene Kosten? Der Preis muss aber natürlich nicht nur Ihre Ausgaben decken, sondern auch einen Gewinn enthalten.

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    Ein wichtiger Faktor bei der Preisgestaltung ist auch der Standort. In grösseren Städten sind die Preise für Bauarbeiten in der Regel höher, da die Nachfrage grösser ist, die Betriebskosten höher sind und auch der Lebensstandard der Kunden höher ist. Wenn Sie in einer Region arbeiten, in der die Nachfrage hoch ist, Ihre Preise aber auf dem Niveau kleinerer Orte halten, nur um günstiger als die Konkurrenz zu sein, machen Sie Verluste.

    Der wahre Profi senkt seinen Preis nicht, um einen Auftrag zu bekommen und günstiger als die Konkurrenz zu sein. Stattdessen erhöht er die Qualität seiner Dienstleistung, um seinen Preis zu rechtfertigen. Wenn Sie Ihre Leistungen deutlich unter dem marktüblichen Preis verrechnen, vermitteln Sie indirekt den Eindruck, dass Sie billig und minderwertig arbeiten. Wenn hingegen Ihre Preise deutlich über dem üblichen Niveau liegen, besteht die Gefahr, dass die Konkurrenz Sie überholt.

    Hierbei kann Ihnen folgendes Tool helfen:

    Daibau-Baukostenrechner - aktuelle Preise für alle Bauleistungen!

    Sicherlich kommen auch zu Ihnen Kunden mit dem Satz: „Im Internet steht, dass das so und so viel kostet.“ Dasn ist ein weiterer Grund, warum es wichtig ist, dass auch Sie sich regelmässig über die aktuellen Marktpreise informieren.

    Der Baukostenrechner von Daibau ist ein Tool, das Ihnen einen objektiven und klaren Überblick über den Markt bietet. Mit seiner Hilfe können sich sowohl Handwerker als auch Auftraggeber über aktuelle Preise informieren. Im Daibau-Baukostenrechner finden sich mehr als 1’600 Richtpreise in über 200 Kategorien, die sämtliche Gewerke umfassen.

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    Die Daibau-Plattform ist nicht nur ein Ort, an dem Sie Anfragen erhalten und neue Kunden gewinnen. Sie ermöglicht Handwerkern auch eine strategische Unternehmensführung. Durch den Überblick über aktuelle Preise können Sie Ihr Geschäft an realen Marktdaten für die Schweiz ausrichten, anstatt sich auf Annahmen zu verlassen. Der Baukostenrechner auf der Daibau-Plattform hilft Ihnen dabei zu überprüfen, ob Ihre Preise unter dem Marktniveau liegen, Ihren Preis gegenüber dem Kunden zu argumentieren und Ihre Offerte an den Markt anzupassen.

    Die Anfragen auf der Daibau-Plattform werden grösstenteils von bereits informierten Kunden gestellt, die sich zuvor nach Preisen erkundigt haben. Dadurch werden Missverständnisse und langwierige Preisverhandlungen vermieden. Durch die Nutzung der Plattform sind die Kunden mit den steigenden Marktpreisen vertraut und bereit, für Qualität mehr zu bezahlen.

    Auf der Daibau-Plattform ist Ihr Profil Ihre Visitenkarte. Wenn ein Kunde mehr als 20 positive Kundenbewertungen und gute Fotos früherer Projekte sieht, steht für ihn nicht mehr der Preis im Vordergrund, sondern Qualität und Sicherheit.

    Mehr Sichtbarkeit bedeutet ausserdem mehr hochwertige Anfragen und die Möglichkeit, Projekte mit höherer Rentabilität auszuwählen. Die Daibau-Pakete ermöglichen einen stabileren Auftragseingang (trotz steigender Preise), eine stärkere Marktposition und höhere Wettbewerbsfähigkeit.

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    Natürlich gibt es immer auch Menschen, die sich über Preise beschweren. Deshalb stellt sich die Frage:

    Wie erklärt man dem Kunden, warum es teurer geworden ist?

    Kunden, die auf Empfehlung zu Ihnen kommen, erwarten oft noch die Preise von vor drei Jahren. Hier entsteht das Problem, und es gibt drei mögliche Lösungsansätze:

    Seien Sie transparent - heutige Auftraggeber möchten klare Informationen. Zeigen Sie ihnen die aktuellen Marktpreise für Materialien. Wenn der Kunde erkennt, dass Sie nicht am Weiterverkauf eines Sackes Mörtel verdienen, sondern an Ihrem Fachwissen und Ihrer Erfahrung, lässt sich leichter eine Einigung erzielen. Erklären Sie, dass Kraftstoff, Energie und Löhne teurer geworden sind und dass sich auch die Preise für Bauleistungen an den realen Marktbedingungen orientieren.

    Transparente Offerten lassen weniger Raum für Zweifel und Preisverhandlungen!

    Trennen Sie Material und Arbeit in der Offerte - wenn alles in einer einzigen Summe zusammengefasst ist, fällt es Kunden schwer, die Kostenstruktur zu verstehen. Zeigen Sie klar auf, wie viel das Material kostet, wie viel die Arbeitsleistung und wie hoch zusätzliche Kosten sind (Transport, Entsorgung von Bauschutt, Abdeckarbeiten usw.).

    Erklären Sie den Wert, nicht nur den Preis - konzentrieren Sie sich nicht nur auf die Zahl, sondern darauf, was der Kunde für sein Geld bekommt: hochwertigere Materialien, schnellere Ausführung dank eines grösseren Teams, Einhaltung von Fristen, Gewährleistung und ggf. Garantie auf die ausgeführten Arbeiten. Wenn der Kunde versteht, dass eine etwas teurere Leistung weniger Reparaturen und zusätzliche Kosten in der Zukunft bedeutet, akzeptiert er den offerierten Preis leichter. So lenken Sie das Gespräch von „Warum ist es teurer?“ hin zu „Was bekomme ich für mein Geld?“ - und das ist eine deutlich stärkere Verhandlungsposition.

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    Die Baubranche verändert sich und mit ihr auch die Geschäftsführung der Handwerker. Das Ziel ist heute nicht mehr nur, alle Hände voll zu tun zu haben, sondern gute Projekte zu rentablen Preisen umzusetzen. Die Daibau-Plattform verbindet Sie mit seriösen Auftraggebern, die Qualität suchen und nicht nur den günstigsten Auftragnehmer. Sie ist auch Ihr Partner im Geschäftsalltag, unterstützt Sie bei der Preisgestaltung und gibt Ihnen einen Einblick in den Markt.

    Wie bisher sind wir auch weiterhin da, um Ihnen Rückenwind zu geben,

    Ihr Daibau-Team

    Autor: Daibau.ch Magazin

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    Warum Daibau nutzen, um einen guten Auftragnehmer zu finden?

    Ich würde anderen Kunden raten eben auch auf diese Plattform zu gehen, weil Ich damit sehr gute Erfahrungen gemacht habe und das eigentlich relativ schnell geht. Auch die Ausführung hat dann super geklappt.
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