1. Innenarchitektur vom Profi
Die Innenarchitektur beschäftigt sich mit weit mehr als nur der optischen Gestaltung unserer vier Wände. Sie prägt die Atmosphäre, in der wir einen erheblichen Teil unseres Lebens verbringen. Damit ein Raum seine volle Wirkung entfaltet, muss er sowohl ästhetisch stimmig als auch funktional sein. Lichtführung, Farbwahl, Akustik, Möblierung, Durchgangszonen, Stauraum, ergonomische Aspekte und zukunftsorientierte Planung müssen harmonisch zusammenspielen. Viele Bauherren neigen jedoch dazu, manche dieser Aspekte zu unterschätzen.
Natürlich möchten die meisten Menschen ihre Innenräume selbst gestalten. Allerdings verfügen die wenigsten über das Fachwissen, um räumliche Proportionen, Materialwirkungen, Farbtemperaturen oder die langfristige Funktionalität eines Interieurs realistisch einzuschätzen. Oft fällt es schwer, sich das spätere Gesamtbild wirklich vorzustellen, was in der Praxis nicht selten zu Fehlentscheidungen führt. Zu dunkle Räume, ungünstige Möbelanordnungen oder ein unharmonisches Gesamtkonzept sind nur einige Beispiele dafür.
Deshalb lohnt es sich, frühzeitig professionelle Unterstützung durch einen Architekten, Innenarchitekten oder einen erfahrenen Innendesigner hinzuzuziehen. Diese Fachleute entwickeln nicht nur stimmige Gestaltungskonzepte, sondern berücksichtigen auch bauliche Aspekte, Budgetrahmen, Materialeigenschaften und moderne technische Lösungen wie Smart-Home-Integration oder nachhaltige Innenraumkonzepte. Das Ergebnis ist ein Wohnraum, der nicht nur schön anzusehen ist, sondern langfristig Freude bereitet und den Alltag spürbar erleichtert.
2. Die Wirkung von Innenarchitektur
Innenarchitektur bedeutet nicht nur die Zusammenstellung einer stilistisch stimmigen Einrichtung. Natürlich ist auch die Ästhetik wichtig, doch entscheidend ist vor allem die Gesamtatmosphäre, die durch das Zusammenspiel aller Elemente erzeugt wird und die Wirkung des Raums bestimmt. Wichtige Elemente der Innenraumgestaltung sind unter anderem Farben, Materialien, Texturen, Raumproportionen, Möbeldimensionen und Beleuchtung. Das Zusammenspiel dieser Faktoren hat massgeblichen Einfluss darauf, wie wir uns in einem Raum fühlen.
Ein Beispiel: Gestaltet ein Architekt einen dunklen, imposanten Innenraum mit hohen Decken, massiven und kühl wirkenden Möbeln, sparsamer Beleuchtung sowie groben, dunklen Oberflächen, kann dies beim Nutzer Gefühle von Kleinheit, Unsicherheit oder Unterordnung hervorrufen. Solche gestalterischen Mittel können beispielsweise in repräsentativen Räumen gewünscht sein, nicht aber in privaten Wohnräumen.
Wenn der Wohnraum hingegen in natürlichen Farbtönen gehalten ist und mit Holz, weichen Materialien, viel Licht und angenehmen Dimensionen gestaltet wird, erzeugt er ein behagliches, entspannendes Wohlgefühl. Diese Prinzipien werden bei der Gestaltung von Freizeitbereichen, Wohnräumen oder auch Saunen angewandt. Vollkommen generalisieren lassen sich diese Wirkungen natürlich nicht, denn wie jemand einen Raum erlebt, hängt auch vom individuellen Charakter sowie den persönlichen Vorlieben und dem eigenen Geschmack ab.
3. Die Inneneinrichtung wird (auch) von der Architektur bestimmt
Die Inneneinrichtung kann nachträglich gestaltet werden, wenn das Gebäude (etwa das Eigenheim) bereits steht. Für ein wirklich stimmiges Ergebnis ist es jedoch empfehlenswert, Architektur und Innenarchitektur parallel zu planen, denn nur so lassen sich optimale Lösungen erreichen. Die Architektur beeinflusst nämlich auch das spätere Raumgefühl. Die Raummasse stehen bereits mit Fertigstellung des Rohbaus fest und sind nur schwer veränderbar. Sie tragen jedoch wesentlich zur Atmosphäre im Wohnraum bei. Gleiches gilt für den Tageslichteinfall, der durch die Grösse und Position der Fenster bereits architektonisch definiert wird. Diese Parameter lassen sich später nur mit erheblichem Aufwand anpassen. Daher ist es sinnvoll, Architektur und Innenarchitektur gleichzeitig zu entwickeln.
4. Visualisierungen in der Innenarchitektur
Wenn Laien über Innenarchitektur nachdenken, können sie sich meist nur schwer vorstellen, wie der Raum später tatsächlich wirken wird. Innenarchitekten und Innendesigner beginnen dagegen mit Skizzen, analysieren alle relevanten Elemente und überprüfen ihre Ideen anhand digitaler Modelle. Sie verwenden 3D-Modellierungen, in denen sie Raummasse, Materialien und andere wichtige Faktoren genau darstellen. So generieren sie realistische 3D-Visualisierungen, die ihnen und ihren Kunden eine grosse Hilfe sind, da sie die zukünftige Raumwirkung bereits im Voraus genau darstellen.
5. Innenarchitektur Kosten
Die Kosten für Innenarchitektur und Innendesign hängen stark vom Leistungsumfang ab. Innenraumgestaltung inkl. Bestandsaufnahme, Grundrissgestaltung und Pläne für individuelle Inneneinrichtung kostet zwischen CHF 20 und CHF 45 pro m2. Die Preise für 3D-Visualisierungen beginnen bei CHF 600 pro Bild. Schwierige 3D-Modelle sind teurer.
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