Moderne Klimaanlagen sind längst mehr als nur eine technische Hilfe gegen Sommerhitze. Sie schaffen ganzjährig ein angenehmes Raumklima und kommen in privaten Wohnbereichen ebenso zum Einsatz wie in Büros, Praxen oder Geschäftsräumen. Ihr Hauptzweck ist es, die Temperatur im Raum optimal an die jeweiligen Bedingungen anzupassen. An heissen Tagen sorgen sie für erfrischende Kühle, in der kalten Jahreszeit liefern sie dagegen behagliche Wärme.
In letzter Zeit wird zunehmend auch ein weiterer Vorteil moderner Klimaanlagen hervorgehoben: die Verbesserung der Raumluftqualität. Klimaanlagen mit Luftreinigungsfunktion filtern Schadstoffe wie Feinstaub, Allergene, Schimmelsporen, Bakterien oder Viren aus der Luft, wodurch sie die Qualität der Raumluft erheblich verbessern. Zudem reguliert die Klimaanlage die Luftfeuchtigkeit im Raum, was besonders wichtig ist, da hohe Luftfeuchtigkeit (erkennbar etwa an beschlagenen Fenstern) Schimmelbildung und Bakterienwachstum begünstigt.
Das Funktionsprinzip einer Klimaanlage ist einfach erklärt: Beim Kühlen wird warme Raumluft nach aussen geleitet, und beim Heizen wird der Prozess umgekehrt, sodass warme Luft in den Raum abgegeben wird.
Doch damit Ihre Klimaanlage auf lange Sicht zuverlässig funktionieren wird, müssen Sie ein zu Ihren Anforderungen passendes Modell wählen, es fachgerecht montieren lassen, die Klimaanlage sachgemäss betreiben und sie auch entsprechend warten lassen.
Die Montage der Klimaanlage sollte idealerweise ausserhalb der Hauptsaison erfolgen, also dann, wenn sie noch nicht benötigt wird. Warum? Weil Sie so rechtzeitig auf sommerliche Hitzewellen oder winterliche Kälte vorbereitet sein werden. Falls Sie bereits eine Klimaanlage besitzen, sollten Sie diese vor Beginn der nächsten Saison unbedingt warten und gründlich reinigen lassen, um einen reibungslosen Betrieb zu garantieren.
Arten von Klimaanlagen
Klimaanlagen lassen sich nach verschiedenen Kriterien unterscheiden, etwa nach dem Einbauort, der Funktionsweise des Kompressors (Verdichters) oder anderen technischen Merkmalen. Am gängigsten ist jedoch die Unterscheidung nach der Installationsweise bzw. der Anzahl der Einheiten.
Bei einer Monoblock-Klimaanlage sind alle Komponenten der Anlage in einem einzigen Gerät enthalten, das im Raum installiert wird und je nach Funktionsweise einen Abluftschlauch besitzen oder auch ohne Verbindung nach aussen funktionieren kann.
Am verbreitetsten sind jedoch sogenannte Split-Klimaanlagen, die aus zwei getrennten Einheiten bestehen: einer Innen- und einer Ausseneinheit. Die Verbindung der beiden Einheiten wird durch Kältemittelleitungen und Kabel hergestellt. Die häufigste Variante von Split-Klimaanlagen sind Wand-Splitgeräte, die platzsparend an der Wand montiert werden.
Multi-Split-Klimaanlagen ermöglichen den Anschluss mehrerer (bis zu fünf) Inneneinheiten an ein einziges Aussengerät. So lassen sich mehrere Räume gleichzeitig klimatisieren, ohne dass für jeden Raum ein eigenes Aussengerät erforderlich wäre.
Mini-Split-Klimaanlagen sind eine gute Wahl für alle, die ihre Wohnung ohne grössere bauliche Eingriffe oder umfangreiche Rohrleitungen effizient kühlen möchten. Das Innengerät ist nämlich klein, kompakt und unauffällig.
Split-Klimaanlagen unterscheiden sich auch hinsichtlich der Regelung des Kompressors: Man unterscheidet zwischen herkömmlichen On-Off-Klimaanlagen und Inverter-Klimaanlagen. Für viele Klimaanlagenkäufer ist genau dieser Unterschied das entscheidende Auswahlkriterium.
Inverter-Klimaanlagen sind an dieser Stelle besonders hervorzuheben. Diese Geräte sind zwar etwas teurer, dafür aber technisch ausgereifter und deutlich energieeffizienter als herkömmliche Klimaanlagen. Ihr grösster Vorteil liegt im geringeren Stromverbrauch, der sich durch die Inverter-Technologie um bis zu 30-40 % reduzieren lässt.
Der Grund für den geringen Stromverbrauch liegt in der Funktionsweise dieser Anlagen. Der Kompressor einer Inverter-Klimaanlage passt seinen Betrieb flexibel an den aktuellen Bedarf an. Sobald die gewünschte Raumtemperatur erreicht ist, läuft er mit reduzierter Leistung weiter, um diese konstant zu halten. Dadurch arbeitet die Anlage durchgehend, aber gleichmässig und energiesparend.
Im Gegensatz dazu läuft bei herkömmlichen On-Off-Klimaanlagen der Kompressor auf voller Leistung, bis die Zieltemperatur erreicht ist. Danach schaltet er sich komplett ab. Sobald sich die Raumtemperatur wieder verändert, startet er erneut mit voller Leistung. Dieses ständige Ein- und Ausschalten führt zu Temperaturschwankungen und höherem Energieverbrauch.
Da Inverter-Klimaanlagen mit geringerer Intensität arbeiten, sind ihre Bauteile auch weniger belastet, was wiederum die Lebensdauer der Anlage verlängert.
Ein weiterer Vorteil von Inverter-Klimaanlagen besteht darin, dass sie auch bei sehr niedrigen Aussentemperaturen zuverlässig funktionieren. Während herkömmliche Modelle meist nur bis etwa -5 °C effizient heizen, bleiben moderne Inverter-Geräte selbst bei -20 °C voll einsatzfähig. Möglich wird das durch die präzise Steuerung des Kompressors, die ein Vereisen der Ausseneinheit verhindert.
Nicht zuletzt punkten Inverter-Geräte durch ihren besonders leisen Betrieb. Der Kompressor arbeitet nahezu lautlos, was ein echtes Plus für die Wohnqualität bedeutet.
In ihrem Funktionsprinzip ähneln Inverter-Klimaanlagen stark einer Luft-Luft-Wärmepumpe und können wie diese sowohl heizen als auch kühlen. Bei regelmässiger Wartung kann die Anlage eine Lebensdauer von 15 Jahren oder mehr erreichen.
Viele Menschen entscheiden sich auch für eine mobile (tragbare) Klimaanlage. Diese wird im Gegensatz zu den oben beschriebenen Varianten nicht fest installiert, sondern kann zwischen den Räumen hin und her getragen werden. Ihrer Bauweise nach sind mobile Klimaanlagen also Monoblock-Klimaanlagen.
Allerdings haben mobile Klimaanlagen auch deutliche Nachteile. Sie sind lauter, weniger energieeffizient und können grössere Räume nicht so effektiv kühlen wie fest installierte Split-Anlagen.
| Art der Klimaanlage | Vorteile | Nachteile |
| Inverter-Split-Klimaanlage | Hohe Energieeffizienz (verbraucht 30-40 % weniger Energie als Standardmodelle) Gleichmässige Temperaturhaltung Effizient auch bei niedrigen Aussentemperaturen (bis-20 °C) Leiser Betrieb |
Höherer Anschaffungspreis |
| On-Off-Split-Klimaanlage | Günstiger Preis | Höherer Energieverbrauch Grössere Temperaturschwankungen Effizientes Heizen nur bis zu einer Aussentemperatur von ca. -5 °C |
| Mobile Klimaanlage | Keine Montage erforderlich Praktische Lösung Transportabel Günstiger Preis |
Geringere Energieeffizienz Lauter Betrieb |
Und was kosten Klimaanlagen? Der Preis hängt von Leistung, der Bauweise und weiteren Faktoren ab. Die beliebten Single‑Split-Klimaanlagen mit Inverter-Technologie (ein Innen‑ und ein Aussengerät, Leistung 3,5 kW) kosten inkl. Montage zwischen CHF 7’000 und CHF 10’000. Die Anschaffungs- und Montagekosten für eine 2,5-kW-Split-Klimaanlage liegen dagegen bei CHF 5’000 bis CHF 9000.
Technische Merkmale von Klimaanlagen: Leistung und Energieeffizienz
Leistung der Klimaanlage
Der erste Wert, auf den Sie beim Kauf einer Klimaanlage achten sollten, ist die Heiz- und Kühlleistung. Diese muss zur Raumgrösse, den Gegebenheiten des Gebäudes (Sonneneinstrahlung), der Qualität der Gebäudedämmung, der Anzahl und Grösse der Fenster sowie dem Verwendungszweck des Raumes passen.
Die Kühl- oder Heizleistung von Klimaanlagen wird oft in British Thermal Unit (BTU) bzw. BTU pro Stunde (BTU/h) angegeben. Bei der Umrechnung in Kilowatt kann man sich mit folgenden Formeln helfen: 1 kW = 3.412 BTU/h bzw. 1 BTU/h = 0,0002931 kW.
Wenn Sie nicht sicher sind, wie leistungsstark Ihre Klimaanlage sein sollte, sollten Sie sich von Fachhändlern oder Installateuren für Klimageräte beraten lassen. Zur Orientierung können Ihnen die hier beschriebenen Richtwerte dienen:
- Für Innenräume bis 40 m² eignen sich Klimaanlagen mit 2,6 kW bzw. 9.000 BTU/h (auch als „Neun“ bezeichnet).
- Für grössere Räume um die 60 m² sind Modelle mit 3,5 kW (12.000 BTU/h - „Zwölf“) die beste Wahl.
- Wenn Sie ein Gerät für einen noch grösseren Raum benötigen, entscheiden Sie sich für eine Klimaanlage mit 5,2 kW Leistung (18.000 BTU/h - „Achtzehn“).
Warum ist die Leistung der Klimaanlage so wichtig? Die Klimaanlage darf weder zu schwach noch zu stark sein. Manche glauben fälschlicherweise, dass sie mit dem Kauf eines Geräts mit geringerer Leistung Stromkosten sparen. Doch in Wahrheit muss eine unterdimensionierte Klimaanlage häufig mit voller Leistung arbeiten, was zu einem erhöhten Energieverbrauch führt. Zudem verursacht der Dauerbetrieb auf Höchstleistung einen schnelleren Verschleiss der Bauteile.
Ein zu starkes Gerät hingegen verbraucht mehr Strom, als zum Kühlen oder Heizen des jeweiligen Raums nötig wäre. Und nicht zuletzt sind stärkere Klimaanlagen teurer, weshalb der Kauf einer unnötig leistungsstarken Klimaanlage auch aus finanzieller Sicht nicht sinnvoll wäre.
Energieeffizienzklasse der Klimaanlage
Entscheiden Sie sich für ein klimafreundliches Modell der Energieeffizienzklasse A+++ bis A+. Klimaanlagen mit höheren Energieeffizienzklassen sind zwar teurer, zahlen sich aber durch den geringeren Stromverbrauch langfristig aus. Da die Klimaanlage viele Jahre lang in Betrieb sein wird, ist ihr Stromverbrauch eine für den Käufer äusserst relevante Information.
Achten Sie auch auf das Design Ihrer Klimaanlage, denn das Gerät sollte sich harmonisch in Ihre Wohnungseinrichtung einfügen.
Und denken Sie daran, dass jede Klimaanlage nur dann langfristig effizient und störungsfrei arbeiten kann, denn sie fachgerecht montiert und regelmässig gewartet wird.
Montage der Klimaanlage
Die Klimaanlage (bzw. ihre Inneneinheit) sollte so montiert werden, dass sie einen möglichst grossen Raum effizient klimatisieren kann, ohne die Luft direkt in die Menschen im Raum zu blasen. Deshalb müssen Sie sich gut überlegen, wo das Gerät montiert werden soll.
In der Regel wird die Klimaanlage im oberen Wandbereich montiert, wobei auf mindestens 10 cm Abstand zur Decke zu achten ist, damit die Luft frei zirkulieren kann. Darüber hinaus sollten Innen- und Ausseneinheit nahe beieinander angebracht werden. Um die beiden Einheiten optimal miteinander verbinden zu können, sollte auch seitlich ein 30 cm breiter Freiraum ausgespart werden.
Die Inneneinheit muss so platziert werden, dass sie zu Wartungs- und Reparaturzwecken leicht zugänglich ist.
Die Montage einer Klimaanlage darf nur durch qualifizierte Fachleute erfolgen. Diese verfügen über das nötige Wissen, die Erfahrung und das Werkzeug, um das jeweilige Gerät fachgerecht zu montieren. Da es sich um ein elektrisches Gerät handelt, darf die Montage bzw. Installation niemals von einem Laien vorgenommen werden.
Von einem autorisierten Servicetechniker (Kältetechniker) erhalten Sie neben der gesetzlichen Gewährleistung häufig auch eine Garantie auf die Montage.
Professionelle Klimaanlageninstallateure achten auf die Zugänglichkeit der elektrischen Anschlüsse, die Luftzirkulation und den optischen Aspekt der Klimaanlage. Nach der Montage führen Sie eine Funktionsprüfung durch (Heizen/Kühlen), prüfen den Luftstrom und nehmen das Gerät anschliessend ordnungsgemäss in Betrieb.
Die Kosten für die Installation einer Klimaanlage können je nach Gerätetyp und Montageaufwand (Länge der Kältemittelleitungen usw.) stark variieren. Die fachgerechte Montage einer Single-Split-Klimaanlage (Wandgerät) mit 3,5 kW Leistung durch einen Kältetechniker kostet zwischen CHF 2’00 und CHF 4’200. Die Montage einer Multi-Split-Klimaanlage kostet je nach Anzahl der Inneneinheiten zwischen CHF 3’500 und CHF 8’500.
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Nur eine fachgerecht installierte Klimaanlage bringt optimale Kühl-/Heizleistung, Energieeffizienz und eine lange Lebensdauer.
Energie sparen mit der Klimaanlage
Wir haben bereits erwähnt, dass Sie sich für ein Gerät mit hoher Energieeffizienz entscheiden sollten. Höchstwahrscheinlich haben Sie sich während der Heiz- oder Kühlsaison schon einmal die Frage gestellt, wie Ihre Klimaanlage weniger Strom verbrauchen könnte.
Inverter-Klimaanlagen sind, wie bereits erwähnt, eine energieeffiziente Lösung, da der Kompressor stufenlos arbeitet. Er startet stark und reduziert die Leistung bei Erreichen der Zieltemperatur, wodurch der Stromverbrauch verringert wird. Indem Sie sich für ein Gerät mit einer höheren Energieeffizienzklasse entscheiden, können Sie den Stromverbrauch weiter senken.
Was können Sie noch tun, um den Stromverbrauch zu minimieren?
Übertreiben Sie es nicht mit den Temperatureinstellungen und stellen Sie die Temperatur vernünftig ein. Zu niedrige Einstellungen im Sommer oder zu hohe im Winter erhöhen den Stromverbrauch deutlich. Jedes Grad mehr oder weniger bedeutet einen Mehrverbrauch beim Kühlen oder Heizen. Es wird empfohlen, dass der Unterschied zwischen Aussen- und Innentemperatur nicht mehr als 10 °C beträgt, idealerweise sollte er aber bei etwa 7 °C liegen. Das tut nicht nur dem menschlichen Körper gut, sondern verkürzt auch die Zeit, in der die Klimaanlage mit voller Leistung laufen muss.
Sie sparen Energie und Geld, wenn Sie die Temperatur konstant bei 25 °C halten und die Einstellungen nicht zu oft ändern.
Trotz des Einsatzes einer Klimaanlage sollten Sie die Räume auch natürlich lüften und Sonnenschutzelemente verwenden. Öffnen Sie die Fenster so oft wie möglich und sorgen Sie für eine regelmässige Frischluftzirkulation. So verbessern Sie die Luftqualität und reduzieren den Bedarf an Raumkühlung mittels Klimaanlage. Sonnenschutz für Fenster und Türen spielt eine wichtige Rolle, da er im Sommer Innenraumüberhitzung verhindert. Wenn weniger Wärme in den Innenraum gelangt, ist auch der Bedarf an Raumkühlung kleiner. Darüber hinaus tragen Sonnenschutzelemente zur Wahrung der Privatsphäre und des Wohnkomforts bei.
Besonders effizient ist aussenliegender Sonnenschutz (Rollläden, Raffstores, Brise Soleils, Sonnenstoren), da er die Sonnenstrahlen noch vor dem Eintreten in den Innenraum blockiert.
Aussenliegender Sonnenschutz kann je nach Modell manuell oder motorisiert bedient werden. Im Gegensatz zu innenliegendem Sonnenschutz wird er meist aus Aluminium, hartem PVC oder Holz gefertigt. Die Preise variieren je nach Art, Material und Abmessungen des Sonnenschutzes. Aluminium-Rollläden in den Massen 100x150 cm kosten inkl. Montage zwischen CHF 850 und CHF 1’100 pro Stück. Raffstoren in den Massen 2.50x1.25 m kosten inkl. Montage zwischen CHF 500 und CHF 750 pro Stück.
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Regelmässige Wartung der Klimaanlage
Zu den effizientesten Massnehmen, mit denen sich der Energieverbrauch der Klimaanlage optimieren lässt, gehört die regelmässige Wartung. Sind die Filter verschmutzt, arbeitet das Gerät unter höherer Belastung, was sich an einem erhöhten Stromverbrauch bemerkbar macht. Zudem arbeiten schlecht gewartete Anlagen rund 5 % weniger effizient, was sich auf lange Sicht negativ auf ihre Lebensdauer auswirkt.
Überdies hängt die Qualität der Raumluft auch davon ab, ob die Klimaanlage regelmässig gewartet wird. Geräte, die über einen langen Zeitraum nicht gewartet werden, bieten nämlich ideale Wachstumsbedingungen für Mikroorganismen. Um gesundheitlichen Risiken vorzubeugen, sollten die Filter der Klimaanlage jedes Jahr ausgetauscht werden.
Wie häufig die Klimaanlage gereinigt werden muss, hängt von der Nutzungsintensität und der Staubbelastung im Raum ab. Es empfiehlt sich jedoch, die Klimaanlage mindestens einmal im Jahr (am besten vor Beginn der Kühl- oder Heizsaison) gründlich reinigen und überprüfen zu lassen. Die Kosten für die Wartung einer Klimaanlage beginnen bei etwa CHF 100. Falls aufwändigere Wartungseingriffe erforderlich sind (z. B. Nachfüllen des Kältemittels), können die Wartungskosten auf bis zu CHF 400 ansteigen.
Wird die Klimaanlage nicht regelmässig gewartet, können neben einem Gesundheitsrisiko durch Bakterien und Pilze auch Störungen im Betrieb der Klimaanlage auftreten. Nachfolgend stellen wir einige der häufigsten Defekte vor, die bei Klimaanlagen auftreten.
Häufige Störungen und Probleme bei Klimaanlagen
Ein typisches Problem bei Klimaanlagen ist das Austreten von Wasser bzw. Tropfen aus der Inneneinheit. Das muss jedoch nicht zwangsläufig auf einen technischen Defekt hindeuten, denn oft handelt es sich um Kondenswasser, das sich an dem Verdampfer und den Kältemittelleitungen bildet. Diese Unannehmlichkeit tritt vor allem im Sommer auf, wenn sich durch die warme Ausseneinheit im Inneren vermehrt Kondenswasser bildet. Die Menge des Kondenswassers hängt von der Luftfeuchtigkeit und der Temperaturdifferenz zwischen drinnen und draussen ab.
Wird dieses Problem nicht rechtzeitig behoben, kann das Wasser an der Wand herunterlaufen oder auf den Boden tropfen, was vor allem bei empfindlichen Holzböden zu Schäden führen kann. Ausserdem können einzelne Komponenten der Klimaanlage durch das Wasser beschädigt werden. Nicht zuletzt wird dabei auch die Luftfeuchtigkeit im Raum erhöht, was Schimmelbildung begünstigt.
Eigentlich sollte das Kondenswasser über eine Auffangwanne unter dem Verdampfer gesammelt und durch eine Ablaufleitung nach draussen abgeführt werden. Warum tropft die Anlage dann in den Innenraum?
In den meisten Fällen liegt die Ursache in unzureichender Wartung, die eine Verstopfung der Auffangwanne oder des Ablaufschlauchs zur Folge hat. Möglicherweise ist die Wanne sogar beschädigt oder gerissen. Oft ist der Schlauch durch Verschmutzungen blockiert, sodass das Wasser nicht mehr abfliessen kann. Ein weiteres Problem kann auftreten, wenn der Schlauch geknickt ist oder in ein bereits mit Wasser gefülltes Gefäss mündet (liegt das Schlauchende unter der Wasseroberfläche, kann kein das Wasser nicht mehr aus dem Schlauch fliessen).
Bei zu langen Wartungsintervallen kann ein weiteres Problem auftreten: Kältemittelmangel. Der Kühlkreislauf einer Klimaanlage ist ein geschlossenes, hermetisch abgedichtetes System, weshalb bei einer ordnungsgemäss funktionierenden Anlage das Kältemittel nicht verbraucht wird. Bei Undichtigkeiten, kleinen Lecks oder wenn bei Wartungsarbeiten (z. B. einem Komponententausch) das Kältemittel entweicht, kann sich das Kühlmittel jedoch verflüchtigen. Die Folgen sind eine Senkung der Kühlleistung, ungewöhnliche (zischende) Geräusche und Vereisungen am Kompressor der Inneneinheit der Klimaanlage (auch dies kann ein Grund fürs Tropfen sein).
Fehlerhafte Montage kann ebenfalls ein Grund für verschiedene Störungen im Betrieb der Klimaanlage sein. Ist etwa das Innengerät nicht exakt waagerecht installiert, läuft die Kondensatwanne nicht korrekt aus. Damit das aufgefangene Wasser effizient gesammelt wird und sauber abläuft, muss die Auffangwanne ein entsprechendes Gefälle haben. Fehlt dieses, läuft die Wanne über und das Wasser landet im Raum.
Lässt sich die Klimaanlage nicht einschalten? In diesem Fall kann das Problem in der Fernbedienung liegen. Prüfen Sie zunächst die Batterie. Falls diese in Ordnung ist, ist es möglich, dass Sie die falschen Tasten gedrückt haben. Es kommt gar nicht so selten vor, dass Nutzer die Bedienungsanleitung nicht durchlesen und deshalb die Fernbedienung falsch anwenden.
Es kommt auch vor, dass die Klimaanlage laute Geräusche von sich gibt. Dies kann mehrere Ursachen haben, die von Kältemittelmangel über einen defekten Lüftermotor bis hin zu einer schiefen Lage der Ausseneinheit reichen.
Und was ist, wenn sich aus der Klimaanlage ein muffiger oder unangenehmer Geruch ausbreitet? Dieses Problem weist oft auf eine schwere Verschmutzung des Filters hin, was in der Regel eine Folge mangelnder Wartung ist. In Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit entsteht ein idealer Nährboden für Bakterien und Schimmelpilze. In solchen Fällen muss die Klimaanlage umgehend einer professionellen Reinigung unterzogen werden.
Ist eine Klimaanlage immer die beste Lösung?
Trotz der vielen Vorteile von Klimaanlagen weisen Skeptiker auf die potenziellen Nachteile hin.
Ein häufig genannter Kritikpunkt ist die ungleichmässige Wärmeverteilung beim Heizen. Dem kann man jedoch vorbeugen, indem man eine Klimaanlage mit einer angemessenen Leistung kauft und diese an einer geeigneten Stelle montieren lässt.
Ein weiterer Nachteil betrifft das Heizen bei sehr niedrigen Aussentemperaturen, denn bei Temperaturen weit unterhalb des Gefrierpunkts sinkt die Heizleistung der Klimaanlage. Das Gerät benötigt dann länger, um die gleiche Wärmemenge bereitzustellen. Bei modernen Inverter-Klimageräten fällt dieser Effekt jedoch deutlich geringer aus, da sie auch bei sehr niedrigen Temperaturen zuverlässig und effizient arbeiten. Zudem sind Klimaanlagen nicht als Hauptheizung, sondern lediglich als unterstützende Systeme gedacht, die vor allem in den Übergangsmonaten eingesetzt werden.
Fachartikel
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