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    Bodenbeläge im Vergleich: So finden Sie den richtigen Fussboden für Ihr Zuhause

    Der richtige Bodenbelag spielt eine entscheidende Rolle für das Ambiente und die Funktionalität eines Raumes. Ob edles Parkett, pflegeleichtes Laminat, strapazierfähige keramische Platten oder flexibler Vinylboden – in diesem Ratgeber beleuchten wir die Vor- und Nachteile der verschiedenen Bodenbeläge und geben Tipps zur Auswahl des optimalen Fussbodens für Ihr Zuhause.
    Fachartikel
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    Wir haben 851 Auftragnehmer im Bereich Bodenbeläge:

    Der sprichwörtliche Boden unter unseren Füssen ist weit mehr als nur eine funktionale Fläche – er prägt die Atmosphäre eines Raumes und beeinflusst unser Wohlbefinden. Bei der Wahl des richtigen Bodenbelags spielt daher nicht nur die Optik eine Rolle, sondern auch seine Alltagstauglichkeit. Passt der Fussboden zur Art der Raumnutzung? Ist er fusswarm? Muss er für eine Fussbodenheizung geeignet oder allergikerfreundlich sein? Vielleicht suchen Sie auch nach einer besonders pflegeleichten Lösung. Die Antworten auf diese Fragen helfen Ihnen, den perfekten Bodenbelag zu finden – einen, der nicht nur Ihren praktischen Anforderungen gerecht wird, sondern auch ein harmonisches Wohngefühl schafft.

    Das Verlegen oder Ersetzen des Fussbodens kann anspruchsvoll und kostspielig sein, deshalb sollten Sie im Vorfeld die Vor- und Nachteile verschiedener Bodenbeläge sorgfältig gegeneinander abwägen.

    Parkettboden: Vor- und Nachteile

    Parkett zählt mit gutem Grund zu den beliebtesten Bodenbelägen. Er schafft in jedem Raum ein warmes und behagliches Ambiente und ist einer der wenigen Bodenbeläge, die sich erneuern lassen. Strapazierter Parkettboden kann durch Abschleifen und anschliessendes Lackieren, Ölen oder Wachsen saniert werden, sodass er wieder wie neu aussieht. Sein grösster Nachteil ist sein hoher Preis.

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    Parkettboden schafft in jedem Raum ein warmes und behagliches Ambiente.

    Parkettboden begeistert die Menschen seit seinen Anfängen im 17. Jahrhundert, als 1684 in Versailles erstmals ein Mosaikboden aus regelmässigen Holzelementen von hoher Ästhetik präsentiert wurde. Anfangs nur den Wohlhabenden vorbehalten, ist Parkett im Laufe der Jahrhunderte für die breite Bevölkerung erschwinglich geworden. Die Produktionstechnologie hat sich ständig weiterentwickelt und heute gilt Parkett als der beliebteste Bodenbelag überhaupt. Für viele ist Parkettboden der ästhetischste aller Fussböden und er ist trotz seines relativ hohen Preises auf lange Sicht kosteneffizient.

    Bei richtiger Pflege hält das Parkett Jahrzehnte und bei fachgerechter Instandhaltung behält er auch seine Optik langfristig bei. Massivparkett kann mehrere Male saniert werden, was zu seiner hohen Lebensdauer beiträgt.

    Wenn Sie sich für Parkett als Bodenbelag in Ihrer Wohnung entschieden haben, müssen Sie noch die passende Parkettart wählen. Zur Auswahl stehen mehrere Optionen wie Stabparkett, Lamparkett, Mosaikparkett, Industrieparkett, Fertigparkett usw.

    An dieser Stelle möchten wir die Kombinierbarkeit von Parkettboden und Fussbodenheizung erwähnen, denn nicht jedes Parkett ist für diese Nutzung geeignet. Warum? Weil Holz ein hygroskopisches Material ist und daher bei Temperatur- und Feuchtigkeitsveränderungen „arbeitet“ (es quillt und schwindet). Generell wird zu Fertig- bzw. Mehrschichtparkett geraten (als besonders gut geeignet gilt formstabiles 2-Schiht-Parkett), da es sich aufgrund seines mehrschichtigen Aufbaus bei Luftfeuchtigkeits- und Temperaturschwankungen weniger stark bewegt als Massivparkett.

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    Bei einer Fussbodenheizung wird zu Mehrschichtparkett geraten, als besonders gut geeignet gilt formstabiles 2-Schiht-Parkett.
    Bei der Verlegung auf eine Fussbodenheizung spielen auch die Holzart und die Verlegeweise eine wichtige Rolle.

    Am geeignetsten sind masshaltige Hölzer wie Eiche, Kirschbaum und Thermoesche. Das Parkett sollte vollflächig verklebt werden, da bei schwimmender Verlegung Lufteinschlüsse entstehen, die den Wärmedurchfluss behindern. Der Unterlagsboden muss vollkommen trocken und eben sein, damit die Parkettdielen optimal darauf aufliegen. Deshalb sind gute Untergrundvorbereitung und Parkettverlegung von entscheidender Bedeutung für die Funktionalität des Fussbodens.

    Die Kosten für Parkettverlegung hängen von der Parkettart, der Untergrundvorbereitung, dem Verlegemuster, der Verlegeweise, der Raumgrösse und dem Auftragnehmer ab. Schwimmende Verlegung (ohne Verklebung) kostet zwischen CHF 25 und CHF 40 / m², während vollflächige Verklebung mit CHF 50 bis CHF 80 CHF / m² zu Buche schlägt. Das Nageln von Massivparkett kostet meist CHF90 bis CHF 120 / m².

    Wenn Sie einen Auftragnehmer für Parkettverlegung suchen, sollten Sie sich an uns wenden. Senden Sie eine Anfrage an passende und bewertete Auftragnehmer in Ihrer Nähe – kostenlos und unverbindlich!

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    Der Unterlagsboden muss vollkommen trocken und eben sein, damit die Parkettdielen optimal darauf aufliegen.

    Das Arbeiten des Holzes wird durch Schwankungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ausgelöst, deshalb sollten Sie auch auf die Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Raum achten. Um Verformungen sowie Fugen- und Rissbildung im Parkett vorzubeugen, sollte die relative Luftfeuchtigkeit während der Heizperiode bei 40 bis 60 % liegen (dazu können Sie im Winter Luftbefeuchter nutzen) und die Raumlufttemperatur nicht zu hoch sein.

    Für kleine Räume sowie Räume mit geringem Tageslichteinfall ist Eschenparkett eine gute Wahl, da es den Raum optisch öffnet und vergrössert. Das beliebteste Parkettholz ist aber immer noch Eiche, die als äusserst hochwertig und stabil gilt. Darüber hinaus verfügt Eichenparkett über gute mechanische Eigenschaften, eine hohe Lebensdauer und eine ansprechende Optik.

    Zur Messung der Parketthärte werden zwei Skalen verwendet: die Brinell- und die Janka-Skala. Der Brinellwert von Eichenparkett liegt typischerweise bei 3,7 bis 3,8. Buche, Nussbaum, Ahorn und Esche gehören zu den mittelharten Holzarten, während Tanne, Kiefer und Fichte deutlich weicher sind. Allerdings ist Eichenparkett nicht das härteste: Die Brinellhärte exotischer Holzarten wie Mahagoni und Teak liegt bei etwa 6,2. Allerdings werden diese Hölzer aufgrund ihrer hohen Preise bei uns weniger häufig verwendet.

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    Eichenparkett zeichnet sich durch gute mechanische Eigenschaften, Langlebigkeit und eine ansprechende Optik aus.
    Wie hart der Parkettboden sein muss, hängt von der Art der Raumnutzung ab. Für gewerblich genutzte, stark frequentierte Räume eignet sich Industrieparkett aus möglichst hartem Holz, während private Wohnräume keine so hohen Anforderungen an die Parketthärte stellen.

    Massivparkett kann durch Abschleifen und anschliessendes Wachsen, Ölen oder Lackieren (Versiegeln) saniert werden. Die Kosten einer Parkettsanierung (Abschleifen und Versiegeln) belaufen sich in der Regel auf CHF 45 bis CHF 55 / m².

    Neben seinen vielen Vorteilen hat Parkett auch einige Nachteile. Zu diesen zählt seine Feuchtigkeitsempfindlichkeit, die ihn für Feuchträume ungeeignet macht. Verschüttete Flüssigkeiten sollten umgehend von der Parkettoberfläche abgewischt werden, damit es nicht zu Verformungen und Rissbildung kommt. Die Reinigung sollte mit lauwarmem Wasser und einem nur nebelfeuchten Bodenwischer in Richtung der Maserung erfolgen.

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    Parkett ist feuchtigkeitsempfindlich.

    Schäden in der Parkettoberfläche können auch durch das Begehen mit Strassenschuhen entstehen, da mitgenommene Steinchen schnell Kratzspuren hinterlassen können. Den gleichen Effekt haben hohe Absätze sowie schwere und harte Gegenstände. Stuhl- und Tischbeine sollten deshalb mit Filzgleitern versehen werden und mit Bürostühlen sollte nur auf Bodenschutzunterlagen (meistens durchsichtige Polycarbonatmatten) hin und her gefahren werden.

    Laminatboden: Vor- und Nachteile

    Laminat ist ein synthetischer Schichtverbundwerkstoff, der meist zu 80 bis 90 % aus Holz besteht. Er wird durch das Verpressen und Verkleben mehrerer Lagen gleicher oder verschiedenartiger Materialien bei hohen Temperaturen und hohem Druck sowie unter Zusatz von Kunstharzen hergestellt. Laminat wurde in Schweden entwickelt und ist mittlerweile seit fast 50 Jahren auf dem Markt.

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    Laminat ist ein synthetischer Schichtverbundwerkstoff, der meist zu 80 bis 90 % aus Holz besteht.

    Die meisten Laminatböden sind vierschichtig aufgebaut. Die oberste Schicht ist die Nutzschicht, die aus Zellulose und Kunstharz besteht. Sie ist dünn, aber dennoch sehr robust und strapazierfähig.

    Darunter befindet sich eine Dekorschicht aus Papierdruck, die dem Laminatboden seine Optik verleiht. Durch spezielle Druckverfahren lässt sich das Aussehen von Holz, Naturstein oder Fliesen überzeugend nachahmen.

    Die dritte Schicht ist die Trägerplatte (meist Span- oder HDF-Platte), die dem Laminatfussboden die nötige Stabilität und Festigkeit verleiht.

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    Laminat wurde in Schweden entwickelt und ist mittlerweile seit fast 50 Jahren auf dem Markt.

    Auf der Rückseite der Trägerplatte befindet sich die vierte Schicht, die als Gegenzug bezeichnet wird. Diese erhöht die Formstabilität des Laminatbodens und sperrt Feuchtigkeit aus.

    Sie fragen sich, wie Sie den richtigen Laminatboden auswählen? Achten Sie auf seine Stärke und Qualität. Laminat wird üblicherweise in Stärken von 7, 8, 10 und 12 mm hergestellt. Entscheiden Sie sich für ein dickeres Laminat, das eine hohe Lebensdauer hat und ein angenehmeres Gehgefühl bietet. Zudem ist dickes Laminat verschleiss- und stossfester sowie formstabiler, feuchtigkeitsbeständiger und trittaschalldämmender als dünne Varianten. Die akustischen Eigenschaften von Laminat ähneln denen von Parkett.

    Widmen wir uns nun den Vorteilen von Laminat. Laminat ist ein Bodenbelag mit etlichen vorteilhaften Eigenschaften. Dabei ist seine Abnutzungs- und Reinigungsmittelresistenz zu erwähnen, und seine Wasserbeständigkeit ist höher als die von Parkett.

    Darüber hinaus ist Laminatboden leicht zu verlegen. Laminatplatten sind mit einem Klick-System mit Nut und Feder ausgestattet und werden einfach ineinander „geklickt“ (schwimmende Verlegung). Da er in verschiedenen Optiken hergestellt wird (meist jedoch in Holzoptik), lässt sich Laminat in unterschiedliche Einrichtungsstile integrieren. Laminatboden ist für unterschiedliche Räume wie Wohnzimmer, Küche und Flur geeignet.

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    Laminatboden mit Klick-System wird schwimmend verlegt, was bedeutet, dass die Laminatplatten nur miteinander, nicht aber mit dem Untergrund verbunden werden.

    Ein praktischer Vorteil von Laminat ist seine Pflegeleichtigkeit. Die Reinigung erfolgt nebelfeucht mit Wasser und einem speziellen Laminatreiniger oder Spülmittel. Auch Staubsaugen ist bedenkenlos möglich. Dazu können Sie einen Staubsauger mit Universaldüse oder spezieller Parkettdüse verwenden.

    Wussten Sie, dass Laminat formstabiler ist und bei Temperatur- und Feuchtigkeitsveränderungen weniger quillt und schwindet als Parkett? Aus diesem Grund lässt er sich besser mit einer Fussbodenheizung kombinieren. Achten Sie beim Kauf aber darauf, dass das Produkt laut Herstellerangaben für die Verlegung auf eine Fussbodenheizung geeignet ist.

    Laminat und Parkett werden auf warmwasserbetriebenen Fussbodenheizungen verlegt, da elektrische Fussbodenheizungen für Holzböden schlicht zu heiss und infolgedessen gefährlich sind. Allerdings gibt es bereits Systeme, die auch mit Holzböden kompatibel sind.

    Letztlich ist Laminatboden auch sehr kostengünstig (die Materialkosten sind viel niedriger als bei Parkett). Die Arbeitskosten für Laminatverlegung liegen bei etwa CHF 25 bis CHF 35 / m².

    Wenn Sie einen Auftragnehmer für Laminatverlegung suchen, sollten Sie sich an uns wenden. Senden Sie eine Anfrage an passende und bewertete Auftragnehmer in Ihrer Nähe – kostenlos und unverbindlich!

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    Laminat ist für unterschiedliche Räume wie Vorzimmer, Flur sowie Schlaf- und Wohnzimmer geeignet.

    Wie jedes andere Material hat auch Laminat einige Nachteile. Während Parkettböden Generationen überdauern können, hält Laminatboden bei fachgerechter Verlegung durchschnittlich 15 bis 20 Jahre. Die meisten Probleme mit Laminatböden sind eigentlich das Ergebnis fehlerhafter Verlegung (z. B. mangelhafte Trittschalldämmung).

    Der Untergrund für die Laminatverlegung muss vollkommen eben, sauber und trocken sein.

    Entscheiden Sie sich für einen hochwertigen Laminatboden, da viele Billigprodukte eine künstlich wirkende Optik aufweisen. Bedenken Sie auch, dass sich Laminat nicht wie Parkett sanieren lässt, sodass die Optik eines beschädigten Fussbodens nicht ausgebessert werden kann.

    Fliesen, Platten, Plättli: Vor- und Nachteile

    Keramikplatten sind Wand- und Bodenbeläge, die aus Ton und verschiedenen Zuschlagstoffen (Quarzsand, Kaolin, Feldspat usw.) hergestellt werden. Die Rohmasse wird aufbereitet, geformt, getrocknet und gebrannt. Die Details des Herstellungsverfahrens (Brenntemperatur, Rohstoffzusammensetzung usw.) führen dazu, dass sich die fertigen Produkte insbesondere in Bezug auf ihre Wasseraufnahmekapazität voneinander unterscheiden. Die Platten mit der niedrigsten Wasseraufnahme (weniger als 0,5 %) werden als Feinsteinzeug bezeichnet. Steinzeug hat eine höhere Wasseraufnahme, ist aber immer noch ein sehr hochwertiges Material. Steingut weist die höchste Wasseraufnahmebereitschaft auf und ist daher nur für den Innenbereich geeignet.

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    Keramische Platten kommen typischerweise in Küchen und Badezimmern zum Einsatz.

    Die Oberfläche von keramischen Platten kann leicht aufgeraut oder strukturiert werden, was ihr rutschhemmende Eigenschaften verleiht, was vor allem bei Platten für den Aussenbereich wichtig ist. Rutschhemmende keramische Platten für den Aussenbereich haben oft matte Oberflächen, die zudem weniger in der Sonne glänzen. Da man Platten jedoch nicht immer ansehen kann, wie rutschfest sie sind, gibt es die Rutschsicherheitsklassen R9 bis R13, wobei eine höhere Rutschsicherheitsklasse auch bessere Rutschhemmung bedeutet. Für den Aussenbereich in privaten Wohnbauten eignen sich Platten mit den Rutschsicherheitsklassen R11 und R12.

    Keramische Platten haben mehr Vor- als Nachteile, was sie zu einem der beliebtesten Bodenbeläge macht. Ein wichtiger Vorteil ist die grosse Auswahl an Farben, Formen und Mustern. Zur Auswahl stehen klein-, mittel- und grossformatige Platten. Die Bandbreite der Platten formate reicht von kleinen Mosaikfliesen bis hin zu XXL-Platten in den Massen 280x120x0,6 cm oder sogar darüber.

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    Keramikplatten sind in unterschiedlichen Grössen und Formen erhältlich, sehr beliebt sind beispielsweise Platten in Wabenform.

    Platten müssen auch nicht rechteckig sein – sehr beliebt sind beispielsweise Platten in Wabenform. Und neben Platten in unterschiedlichen Farben und Mustern erfreuen sich vor allem Platten in Naturstein- und Holzoptik in letzter Zeit steigender Beliebtheit.

    Die grosse Auswahl an Fliesenoptiken und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten machen keramische Platten zu einem der gefragtesten Materialien in der Innenarchitektur.

    Die Vorteile von Platten ergeben sich aus der Herstellungsweise: Durch das Brennen bei hohen Temperaturen sind Keramikplatten mechanisch hochbelastbar und sehr langlebig. Bei fachgerechter Verlegung und Pflege werden Ihre keramische Platten jahrzehntelang ohne Schäden überdauern. Insbesondere Feinsteinzeugplatten mit ihrer besonders niedrigen Wasseraufnahme sind auch für stark beanspruchte Bereiche geeignet.

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    Zu den wichtigsten Vorteilen von keramischen Platten gehört ihre Pflegeleichtigkeit.

    Keramikplatten sind sie neben Naturstein die beste Wahl für die Kombination mit einer Fussbodenheizung, da sie im Allgemeinen hohe Temperaturen und Temperaturschwankungen sehr gut vertragen. Obendrein sind keramische Materialien sehr gute Wärmeleiter und lassen Wärme nahezu ungehindert zur Oberfläche strömen, wodurch die Reaktionszeit der Heizung verkürzt wird.

    Keramische Platten sind sehr gute Wärmeleiter.

    Boden- und Wandfliesen aus Keramik sind ausgesprochen pflegeleicht. Bei normalen Verschmutzungen und leichten Flecken reicht es aus, sie mit einem Tuch oder einem weichen Schwamm, lauwarmem Wasser und einem Allzweckreiniger oder einem Spülmittel abzuwischen. Am besten verwenden Sie spezielle Fliesenreiniger, die keine Öle enthalten.

    Und wie viel kosten keramische Platten? Genau wie Parkettboden zeichnen sich auch Fliesen durch eine lange Lebensdauer aus, doch im Gegensatz zu Parkett müssen sie nicht erneuert werden. Platten mittlerer Qualität in Standardgrösse (40 x 40 cm) kosten in der Regel etwa CHF 30 / m², bei besonders luxuriösen Varianten kann er aber auch auf CHF 80 / m² ansteigen. Mosaikfliesen und grossformatige Platten sind teurer als Platten in Standardgrösse, sie kosten ab CHF 30 / m². Platten aus hochwertigem Feinsteinzeug in Holzoptik kosten CHF 30 bis CHF 100 / m², während Produkte, deren Oberflächen zusätzlich fühlbare Holzstrukturen aufweisen, sogar noch teurer sein können. Zu den Materialkosten sind noch die Verlegekosten hinzuzurechnen. Das Verlegen von Platten in Standardgrösse durch einen professionellen Platten leger kostet meist zwischen CHF 50 und CHF 70 / m², das Verlegen grossformatiger Platten kostet noch etwas mehr.

    Suchen Sie einen zuverlässigen Auftragnehmer für Plattenverlegung? Senden Sie eine Anfrage an passende und bewertete Auftragnehmer in Ihrer Nähe – kostenlos und unverbindlich!

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    Bei fachgerechter Verlegung und Pflege werden Ihre keramischen Platten jahrzehntelang ohne Schäden überdauern.

    Natürlich haben auch keramische Platten gewisse Nachteile. Wenn sie nicht auf einer Fussbodenheizung verlegt sind, können sie sich beim Barfussgehen kühl anfühlen. Ausserdem sind sie trotz ihrer Robustheit weniger kratz- und stossfest als beispielsweise Natursteinplatten aus Granit.

    Trotz der Widerstandsfähigkeit von Plattenkönnen von Strassenschuhen mitgenommene Steinchen und andere abrasive Partikel auf der Plattenoberfläche Kratzspuren hinterlassen. Überdies besteht die Gefahr von Schimmelbildung an den Fugen.

    Vinylboden: Vor- und Nachteile

    Vinylböden sind mehrschichtig aufgebaut – es gibt zwar auch massive Vinylböden (Vollvinyl), die aus einer durchgehenden Vinylschicht bestehen, doch diese kommen fast nur im öffentlichen Bereich zum Einsatz. Mehrschichtige Vinylböden besitzen meistens eine Nutzschicht aus Vinyl (manchmal aus Polyurethan), eine bedruckte Dekorschicht (z. B. Holz-, Naturstein-, Fliesen- oder Metall-Dekor), eine Trägervinylschicht (massive Vinylschicht, die den Bodenbelag weich und fusswarm macht), eine Stabilisierungsschicht (quellreduzierte Holzwerkstoff-Trägerplatte) und eine Dämmunterlage für Wärme- und Trittschalldämmung. Der genaue Aufbau (die Anzahl und Zusammensetzung der Schichten) variiert je nach Hersteller und Produktlinie.

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    Vinylböden sind mehrschichtig (meistens fünfschichtig) aufgebaut.

    Bodenbeläge aus Vinyl sind in Form von Vinylplatten oder als Rollenware erhältlich. Vinylrollen sind häufig 3,4 m breit, und Sie können ein beliebig langes Stück der Rolle kaufen. Vinylplatten sind dagegen mit einem Klicksystem ausgestattet, damit sie sich einfach miteinander verbinden lassen. Klickvinyl wird auch als LVT bezeichnet (luxury vynil tiles) und ist hochwertiger und leichter zu verlegen, aber auch teurer als Vinyl von der Rolle.

    Vinylböden werden seit vielen Jahrzehnten verwendet, haben jedoch zwischenzeitlich an Popularität verloren. Doch in letzter Zeit gewinnen sie wieder stark an Beliebtheit, da moderne Vinylböden frei von Phthalaten sind und die Emissionen von flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) sehr niedrig sind. Überdies sind sie in vielen Farben und Mustern erhältlich. Hochwertige Vinylböden können Holz, Naturstein und Fliesen in Optik und Haptik täuschend echt nachahmen, sodass sich für nahezu jeden Innenraum das richtige Produkt finden lässt. Da ihre Wärmeleitfähigkeit gut und ihre Aufbauhöhe normalerweise niedrig ist, sind Vinylböden auch für die Kombination mit einer Fussbodenheizung gut geeignet. Aber auch unbeheizt sind sie fusswarm.

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    Bodenbeläge aus Vinyl sind in Plattenform oder als Rollenware erhältlich.
    Dennoch sollten Sie sich vor dem Kauf über die Kompatibilität des gewünschten Vinylbodens mit einer Fussbodenheizung informieren.

    Das Verlegen von Vinylböden ist einfach und genau wie andere Bodenbeläge sollte auch Vinyl mindestens 24 Stunden vor der Verlegung im Raum gelagert werden, damit es sich an das Raumklima akklimatisiert.

    Vinylverlegung kann grundsätzlich auf drei Arten erfolgen: durch Verkleben, durch Klicken und als lose Verlegung (Loose-Lay). Vinyl zum Kleben wird auf einen trockenen und ebenen Untergrund geklebt, während Bodenbeläge mit Klicksystem schwimmend verlegt werden. Loose-Lay-Vinylböden sind eine Besonderheit, da sie mit einem besonders schweren Belagsrücken ausgestattet sind, sodass sie sehr schwer und dadurch selbstliegend sind. Sie können einfach Stoss an Stoss auf dem Untergrund verlegt werden, ohne Klebstoff oder eine Befestigungstechnik zu benötigen. Deshalb sind Loose-Lay-Vinylböden eine besonders gute Wahl für Renovierungen oder Situationen, in denen ein Bodenbelag vorübergehend auf einem vorhandenen Bodenbelag verlegt werden soll.

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    Vinylböden lassen sich einfach verlegen.

    Vinylböden kosten zwischen CHF 15 und CHF 60 / m². Im unteren Preissegment sind einfache Vinylböden angesiedelt und im oberen finden sich Designböden in Holz- oder Fliesenoptik. Vinylverlegung durch einen professionellen Bodenleger kostet im Schnitt etwa CHF 25 / m². Damit liegen sowohl die Materialpreise als auch die Verlegekosten unter denen von Parkett oder keramische Platten.

    Zu den Vorteilen von Vinylböden zahlt auch ihre Pflegeleichtigkeit, denn der Fussboden muss lediglich ein- bis zweimal pro Woche mit einem Besen gefegt oder einem leicht feuchten Tuch abgewischt werden. Flecken können mit einem milden Reinigungsmittel entfernt und anschliessend abgespült werden.

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    Es reicht aus, den Vinylboden ein- bis zweimal pro Woche mit einem Besen abzufegen oder ihn mit einem leicht feuchten Tuch abzuwischen.

    Vinylböden sind strapazierfähig sowie verschleiss- und wasserfest, weshalb sie auch in Feuchträumen verlegt werden können (dies gilt insbesondere für Vollvinyl). Die Nutzungsdauer des Bodenbelags hängt von seiner Nutzungsklasse ab. Günstige Vinylböden haben eine Lebenserwartung von etwa 10 Jahren, während hochwertige Produkte etwa 15 Jahre lang halten. Manche Hersteller geben eine Produktgarantie von 20 Jahren. Für eine hohe Lebensdauer muss der Vinylboden fachgerecht verlegt und richtig gepflegt werden.

    Sehr wichtig ist auch die ausgezeichnete Trittschalldämmung von Vinylböden, die mit der von Kork- und Teppichböden vergleichbar ist.

    Zu den Nachteilen von Vinylböden gehört die anspruchsvolle Untergrundvorbereitung vor der Verlegung. Der Untergrund muss vollkommen eben, sauber und trocken sein. Vinyl kann Unebenheiten im Untergrund nicht kaschieren, sodass eine Ausgleichsmasse verwendet werden muss.

    Darüber hinaus können Möbelfüsse Druckstellen in der Vinyloberfläche hinterlassen, weshalb sie mit Filzgleitern versehen werden sollten. Bürostühle und andere Möbel mit Rollen sollten mit weichen Laufrollen ausgestattet sein und mit ausreichend dimensionierten Unterlagen aus Filz oder geeigneten Kunststoffen verwendet werden.

    Autor: Daibau.ch Magazin

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