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    Holzanstrich im Aussenbereich: Lack, Lasur oder Holzöl?

    Holz ist ein einzigartiges Material, das aufgrund seiner Natürlichkeit, seiner angenehmen Optik und Haptik sowie seinem charakteristischen Geruch sowohl im Innen- als auch im Aussenbereich sehr geschätzt wird. Es passt zu jedem Baustil und bietet zahlreiche Vorteile, wie etwa gute Dämmung und Kosteneffizienz. Holz wird für Carports, Terrassendielen, Fenster, Gartenmöbel und Zäune verwendet und bleibt trotz moderner Alternativen wie WPC, Aluminium oder Edelstahl ein beliebtes Material. Allerdings erfordert Holz auch regelmässige Pflege, um seine Langlebigkeit zu gewährleisten.
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    1. Holz: ein unvergleichliches, aber pflegebedürftiges Material

    1.1 Die Vielseitigkeit von Holz

    Kein anderes Material kann mit Holz mithalten, wenn es um Natürlichkeit, ansprechende Optik und angenehme Haptik geht. Sogar der charakteristische Duft von Holz trägt zu seiner Beliebtheit bei. Der natürliche Werkstoff findet sowohl im Innen- als auch im Aussenbereich vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Holz harmoniert mit jedem Baustil, sei es der traditionelle Landhausstil oder der moderne Minimalismus, und bietet zahlreiche Vorteile wie z. B. Kosteneffizienz und gute Dämmeigenschaften.

    1.2 Holz als bevorzugtes Baumaterial

    Trotz der Konkurrenz durch moderne Materialien wie WPC (Wood-Plastic-Composite), Aluminium oder Edelstahl bleibt Holz ein bevorzugtes Baumaterial im Aussenbereich. Seine Vielseitigkeit zeigt sich in der Verwendung für Carports, Pergolen, Überdachungen, Terrassendielen, Fenster, Gartenmöbel, Zäune, Geländer, Fassaden und Holzschindeln. Die hölzernen Elemente verleihen vielen Häusern einen natürlichen Charme und werden dies auch in Zukunft tun.

    1.3 Pflegebedarf von Holz

    Ein Nachteil von Holz ist sein Wartungsaufwand, der höher ist als bei anderen Materialien. So ist etwa Aluminium nahezu wartungsfrei ist, während Holz regelmässig gepflegt werden muss, um seine Langlebigkeit und ästhetischen Qualitäten zu bewahren. Dieser zusätzliche Pflegebedarf ist der Preis, den man für die vielen Vorzüge dieses natürlichen Materials zahlt.

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    Holz muss regelmässig gepflegt werden, damit es seine Langlebigkeit und ästhetischen Qualitäten langfristig beibehält.

    2. Unbehandeltes Holz im Aussenbereich?

    Vorab muss gesagt werden, dass sogar Holzelemente im Aussenbereich nicht immer mit einem Anstrich behandelt werden müssen. Speziell Lärchenholz, aus dem traditionelle Fassaden, Schindeln und Zäune gefertigt werden, braucht keine Behandlung, weil es von sich aus hoch witterungsbeständig ist und ausserdem Farbe auch nicht dauerhaft aufnimmt (beides ist auf seinen hohen Harzgehalt zurückzuführen). Bei Holzkonstruktionen wie Terrassen oder Carports kommt es vor allem auf den konstruktiven Holzschutz an, um das Holz vor Regenwasser, Staunässe, Kondenswasser und UV-Strahlung zu schützen (das Holz darf den Boden nicht direkt berühren, Terrassen müssen ein Gefälle besitzen und gut belüftet sein usw.). Generell müssen aber hölzerne Bauteile wie Fenster, Haustüren, Geländer oder Fassaden mit einem Anstrich behandelt werden, da sonst ihre Lebensdauer eher kurz ist.

    3. Lack, Lasur oder Holzöl?

    Für die Behandlung von Holz stehen verschiedene Holzschutzmittel zur Verfügung: Lack, Lasur und Holzöl.

    3.1 Lack und Lasur: worin liegt der Unterschied?

    Die bekanntesten Holzschutzmittel sind Holzlacke und –lasuren. Beide Beschichtungen schützen das Holz vor Umwelteinflüssen und machen es haltbarer und widerstandsfähiger, unterscheiden sich jedoch in einem wichtigen Punkt – der optischen Wirkung. Holzlack ist ein deckender Anstrich, unter dem die natürliche Maserung des Holzes nicht mehr zu sehen ist. Eine Lasur ist dagegen eine farbtongebende, aber transparente Holzbeschichtung, die die Holzmaserung durchscheinen lässt. Wenn Sie das Holz also farblich verändern möchten, entscheiden Sie sich fürs Lackieren, wenn Sie jedoch die natürliche Optik von Holz schätzen und diese vielleicht noch hervorheben möchten, sollten Sie es mit einer Lasur behandeln.

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    Deckende Holzanstriche halten am längsten.

    3.2 Holzlack

    Lack ist das populärste Holzschutzmittel. Es gibt unterschiedliche Holzlacke für jeden Gegenstand und jeden Geschmack: von Buntlack bis Klarlack, von seidenmatt bis hochglänzend … Für den Aussenbereich sind vor allem Kunstharzlacke geeignet, da sie robuster sind als Acryllacke (diese werden im Innenbereich verwendet, weil sie auf Wasserbasis hergestellt werden und gesundheitsfreundlicher sind als lösemittelhaltige Kunstharzlacke). Für nicht masshaltige Holzuntergründe eignen sich Wetterschutzfarben, die das Holz vor Witterungseinflüssen wie UV-Strahlen und Regen schützen.

    3.3 Holzlasur

    Holzlasuren werden grundsätzlich in Dünnschicht- und Dickschichtlasuren unterteilt. Dünnschichtlasuren dringen tief in die Poren des Holzes ein und schützen es von innen, was sie zu einer guten Beschichtung für Zäune und andere nicht masshaltiger Holzelemente macht. Im Gegensatz dazu bilden Dickschichtlasuren einen lackähnlichen Film auf der Holzoberfläche, wodurch sie masshaltige Bauteile wie Fenster und Türen wirksam vor eindringender Feuchtigkeit schützen.

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    Eine Holzlasur ist eine farbtongebende, aber transparente Holzbeschichtung.

    3.4 Holzöl

    Holzöl ist ein besonders schonendes und natürliches Holzschutzmittel. Manche schwören auf Leinöl, doch Holzimprägnierung mit diesem Haushaltsmittel gestaltet sich sehr schwierig. Deshalb raten wir dringend zur Verwendung speziell aufbereiteter Holzöle, die schnell und tief in das Holz eindringen, es gut sättigen und auch zügig trocknen. Holzöl betont die natürliche Maserung des Holzes, intensiviert seinen Farbton und verleiht der behandelten Oberfläche durch die ihm beigemischtem Naturharze eine grössere Widerstandskraft. Der Nachteil von Holzöl besteht darin, dass ein späterer Farbanstrich einer geölten Fläche nur schwer ausgeführt werden kann. Auch deshalb werden mit Holzöl vorzugsweise Terrassenböden und Holzmöbel im Innen- und Aussenbereich behandelt. Vor allem robuste Terrassenhölzer wie das beliebte Bangkirai benötigen zur Auffrischung verwitterter Flächen oftmals nur einen neuen Anstrich mit Holzöl.

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    Terrassendielen sind ein typischer Anwendungsbereich für Holzöl.

    3.5 Welches Produkt ist das Richtige?

    Welches Produkt in einer konkreten Situation am besten geeignet ist, hängt von den Witterungsverhältnissen, der Holzart und dem gewünschten Pflegeaufwand ab. Wenn Sie einen möglichst geringen Pflegeaufwand wünschen, sollten Sie sich für einen deckenden Anstrich entscheiden, da dieser am längsten hält. Stark bewitterte und mechanisch stark beanspruchte Oberflächen erfordern einen strapazierfähigen Kunstharzlack. Wie oben erwähnt, spielt es auch eine Rolle, ob masshaltige oder nicht masshaltige Holzelemente beschichtet werden.

    4. Perfektes Ergebnis durch richtiges Streichen

    Um ein perfektes Ergebnis zu erzielen, muss vor dem Lackieren, Lasieren oder Ölen der Untergrund richtig vorbereitet werden. Nur ein trockener, sauberer, tragfähiger und fettfreier Untergrund garantiert gute Haftung und schönes Aussehen des Anstrichs. Nach dem Reinigen und Anschleifen wird eine passende Holzgrundierung aufgetragen, um eine aufnahmefähige Oberfläche für die Endbeschichtung zu schaffen. Ein Lackanstrich besteht in der Regel aus Grund-, Zwischen- und Endanstrich, wobei vor und zwischen den jeweiligen Anstrichen das Holz angeschliffen wird, um die Haftung der nachfolgenden Beschichtung zu verbessern.

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    Damit der Anstrich gut haftet, muss die Holzfläche gereinigt, angeschliffen und grundiert werden.

    Von entscheidender Bedeutung für das Gelingen des Anstrichs ist auch das richtige Werkzeug. Öl und Lack werden mit breiten Pinseln aufgetragen, für verwinkelten Flächen und feinere Arbeiten werden kleinere Pinsel verwendet. Holzöl kann auch mit einem Tuch oder einem Schwamm aufgetragen werden, während Lasuren mit speziellen Lasurpinseln aufgetragen werden. Ausserdem sind auch Pinsel in Sonderformen erhältlich, wie z. B. Fensterpinsel. Grösserer Flächen werden mit einem Farbroller lackiert, am besten wird die Oberfläche zuerst mit einem kurzflorigen Mikrofaser-Lackierroller lackiert und gleich darauf mit einer feinporigen Schaumstoffrolle nachbearbeitet.

    5. Wie häufig muss ein Holzanstrich erneuert werden?

    Wie häufig ein Holzanstrich erneuert werden muss, hängt von mehreren Faktoren ab: Bewitterung, mechanische Beanspruchung sowie Qualität und Sorte des Holzes. Auch die Art der Beschichtung spielt einer Rolle. Die haltbarste Beschichtung ist deckender Lack, bei Lasuren hängt der Pflegeaufwand von der Art der Lasur ab (Dünnschichtlasuren müssen häufiger erneuert werden als Dickschichtlasuren) und bei Öl werden Sie am häufigsten die Ärmel hochkrempeln müssen. Öl zieht nämlich mehr in das Holz ein als Lacke und Lasuren, deshalb sind Folgeanstriche in kürzeren Zeitabständen notwendig.

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    Gartenzäune und andere stark bewitterte Holzelemente sollten jedes Jahr neu gestrichen werden.

    Aus den genannten Gründen lässt sich keine pauschale Aussage darüber treffen, wie häufig ein Folgeanstrich aufgetragen werden muss. Verlassen Sie sich auf Ihr Auge: wenn Sie vergrautes, trockenes Holz oder abgeplatzten Farblack entdecken, ist es Zeit für einen neuen Anstrich. Grundsätzlich kann man sagen, dass Holzterrassen oder Gartenzäune, die ununterbrochen verschiedenen Witterungseinflüssen ausgesetzt sind, jedes Jahr neu gestrichen werden sollten. Bei Holzpflege im Aussenbereich muss man ausserdem das Wetter beachten, denn frisch gestrichenes Holz braucht ausreichend Zeit zum Trocknen.

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    Masshaltige Bauteile wie Fenster benötigen einen wirksamen Schutz vor eindringender Feuchtigkeit.
    Autor: Daibau.ch Magazin

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