Im Beitrag:
1. Wie hoch ist die Lebensdauer von Wärmepumpen?
Die heute gebräuchliche Wärmepumpentechnologie ist nur wenige Jahrzehnte alt und damit vergleichsweise neu. Wärmepumpen werden mit einem geschlossenen Kältemittelkreislauf ohne direkten Kontakt zur Aussenluft betrieben, wodurch Korrosion im Heizungsnetz und Verdunstung vermieden werden. Deshalb arbeiten die meisten Geräte trotz Dauerbetrieb auch nach vielen Jahren immer noch mit hoher Effizienz, ohne grossen Wartungsaufwand zu benötigen. Zudem sind moderne Wärmepumpen technologisch weitaus fortgeschrittener als ihre Vorgänger, sodass von einer Betriebsdauer von 30 Jahren auszugehen ist.
Und wie sieht es mit der Wartung der Wärmepumpe aus? Eine gesetzliche Wartungspflicht für Wärmepumpen im privaten Bereich gibt es nicht. Nur für grosse Systeme, deren Kältemittelkreislauf mehr als drei Kilogramm Kältemittel beinhaltet, sind eine jährliche Dichtheitsprüfung und die Führung eines Wartungshefts verpflichtend. Trotzdem ist es empfehlenswert, die Wärmepumpe regelmässig warten zu lassen. Indem Sie Ihre Anlage regelmässig von einer Fachkraft prüfen lassen, reduzieren Sie das Ausfallrisiko, steigern die Effizienz (damit werden die Betriebskosten minimiert) und verlängern die Lebensdauer der Wärmepumpe. Darüber hinaus ist professionelle Wartung oft zur Einhaltung der Garantiebedingungen notwendig. Viele Hersteller geben auf ihre Wärmepumpen nämlich Garantien, die mit einer regelmässigen Wartung durch einen zertifizierten Fachbetrieb verknüpft sind.
Durch regelmässige Wartung der Wärmepumpe sparen Sie auf lange Sicht viel Geld.
2. Was gehört zur Wartung von Wärmepumpen?
Der genaue Ablauf der Wartung einer Wärmepumpe hängt von der jeweils eingesetzten Wärmepumpenart ab. Alle Wärmepumpen sind strombetrieben und arbeiten mit einem Kältemittelkreislauf. Deshalb gehören die Überprüfung der elektrischen Verbindungen, die Überprüfung der Komponenten des Kältekreises (Verdampfer, Verdichter, Kondensator und Expansionsventil) auf ihre Dichtheit und auf eventuelle Verschleisserscheinungen, sowie die Überprüfung des Kältemittels auf eventuelle Verunreinigungen und die Überprüfung der Sicherheitseinrichtungen (Drucksensoren, Sicherheitstemperaturwächter usw.) zur Standardprozedur. Überdies sollten stets auch das angeschlossene Heizungs- und Warmwassersystem mitsamt den Filtern, Pumpen und anderen Komponenten kontrolliert werden. Alle weiteren Wartungsmassnahmen unterscheiden sich je nachdem, ob es sich um eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe (Grundwasserwärmepumpe), eine Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärmepumpe) oder eine Luft-Wasser-Wärmepumpe handelt:
- Bei Grundwasser- und Erdwärmepumpen ist zusätzlich der Filter des Heizkreises und des Solekreises auszubauen und zu reinigen. Auch der Frostschutzgehalt im Kältemittel muss unbedingt kontrolliert werden.
- Bei Grundwasserwärmepumpen ist es häufig notwendig, die Menge und Qualität des Grundwassers im Entnahmebrunnen zu kontrollieren.
- Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen müssen die Ansaug- und Ausblasöffnung für die Luft, die Ventilatoren sowie die Kondensatwanne kontrolliert werden. Ausserdem sind die Abläufe zur Entsorgung der kondensierten Luftfeuchtigkeit auf eventuelle Verschmutzungen oder Verstopfungen zu überprüfen.
3. Welche Wartungsintervalle sind sinnvoll?
Da es keine gesetzliche Wartungspflicht für alle Wärmepumpen gibt, gibt es auch keine festgesetzten Wartungsintervalle. Die Wärmepumpe sollte auf jeden Fall entsprechend der technischen Anleitung des Herstellers gewartet werden (dies ist auch zur Einhaltung der Garantiebedingungen erforderlich). Falls sich jedoch in den Herstellerangaben keine Empfehlungen zu den Wartungsintervallen finden lassen, sind Wartungsintervalle von ein bis drei Jahren empfehlenswert. In der Regel wird die erste Wartung nach Inbetriebnahme der Wärmepumpe nach spätestens einem Jahr durchgeführt. Danach wird die Anlage in Abständen von ein bis drei Jahren gewartet. Das Wartungsintervall hängt von der Art der Wärmepumpe, der jährlichen Laufzeit und nicht zuletzt von der Qualität des Geräts ab.
An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass es bei der Durchführung eines Wärmepumpen-Services zu einer kurzzeitigen Unterbrechung der Wärmeversorgung kommt, weshalb dies während der warmen Sommermonate erledigt werden sollte.
4. Fachbetriebe für Wärmepumpenwartung
Es gibt viele verschiedene Hersteller und eine Flut unterschiedlicher Modelle von Wärmepumpen. Viele Hersteller betreiben eine eigene Serviceabteilung oder bieten die Möglichkeit an, die Wärmepumpenwartung bei einem autorisierten Serviceanbieter zu buchen. Deshalb sollten Sie sich bereits beim Kauf Ihrer Wärmepumpe zu den Servicemöglichkeiten informieren. Informieren Sie sich auch dazu, wie schnell der Serviceanbieter reagieren kann und wie hoch die Anfahrtskosten sind.
5. Wie viel kostet die Wartung einer Wärmepumpe?
Wärmepumpenheizungen sind zwar in der Anschaffung kostenintensiver als andere Heizsysteme, doch im laufenden Betrieb sind sie deutlich weniger wartungsintensiv. Die jährlichen Wartungskosten für eine Wärmepumpe in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus belaufen sich auf CHF 200 bis CHF 400.
Achten Sie darauf, dass Sie von dem Servicedienstleister ein transparentes Angebot erhalten, in dem die Leistungen aufgeführt und alle Kosten klar beziffert werden. Fachbetriebe bieten meistens auch die Möglichkeit zur Buchung eines Wartungspakets für die Wärmepumpe an. Um genaue Informationen zu den Wartungskosten für Ihre Wärmepumpe zu erhalten, senden Sie uns eine Anfrage.
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