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    Metallrohre oder Kunststoffrohre für die Wasserleitung?

    Wurden früher für Trinkwasserleitungen vorwiegend verzinkte Stahlrohre (Rohre aus schmelztauchverzinkten Eisenwerkstoffen) verwendet, so sind heute Kunststoffrohre die erste Wahl. Kunststoffe wie Polyvinylchlorid, Polyethylen, Polybuten und Polypropylen punkten mit mehreren Vorteilen: günstiger Preis, leichte Verarbeitung, lange Lebensdauer und Korrosionsbeständigkeit. Auch für die Hausentwässerung werden meist Abflussrohre aus Kunststoff verwendet.
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    1. Metallrohre für die Wasserleitung

    Wasserleitungen bestanden einst mehrheitlich aus (feuer-)verzinktem Stahl, der jedoch einige wesentliche Nachteile aufwiest. Das Material ist anfällig für Kalkablagerung und Korrosion (Rost). Letzteres ist insbesondere bei Warmwasserleitungen, in denen Wasser mit einer Temperatur von mehr als 60 °C fliesst, der Fall. Hinzu kommt die herstellungsbedingte Verunreinigung der Zinkschicht mit gesundheitsschädlichem Blei. Bei Sanierungen ist zu beachten, dass verzinkte Stahlrohre nicht mit Kupferteilen kombiniert werden dürfen.

    Kupferrohre gelten gemeinhin als die bessere Wahl, da das Material korrosionsbeständig ist, hohem Druck und hohen Temperaturen standhält und das Leitungswasser weder mit Geruch noch mit Geschmack belastet. Zentralheizungsrohre werden auch heute noch mehrheitlich aus Kupfer hergestellt. Verzinkte Stahlrohre sind zwar günstiger, dafür aber auch weniger rostbeständig und langlebig als Kupferrohre. Metallrohre haben generell eine lange Lebensdauer, sind jedoch anfällig für Rissbildung und können platzen. Ausserdem sind sie schwerer zu verlegen als Kunststoffrohre und sind im Gegensatz zu diesen nicht flexibel (sie lassen sich nicht biegen).

    2. Kunststoffrohre für die Wasserleitung

    2.1 Vorteile von Kunststoffrohren

    In heutiger Zeit werden Metallrohre immer mehr durch Kupferrohre verdrängt, die etliche Vorteile aufweisen. Sie werden aus verschiedenen Kunststoffen hergestellt (Polyvinylchlorid, Polyethylen, Polybuten und Polypropylen), die hohen Temperaturen standhalten und daher auch für Hochtemperaturrohre sehr gut geeignet sind. Im Vergleich zu Metallrohren bieten sie eine längere Lebensdauer bei geringeren Wartungskosten. Sie lassen sich einfacher verlegen und sind flexibel, sodass sie gebogen werden können. Rohrleitungssysteme aus Kunststoff erreichen auch bessere Widerstandswerte. Rost-, Säure- und Laugenbeständigkeit gehören ebenfalls auf die lange Liste ihrer Vorteile.

    Heute werden in Wasserleitungen überwiegend Kunststoffrohre verbaut. Rohrleitungen, in denen das Wasser mit einer Temperatur von höchstens 20 °C durchfliesst (Wasserableitungsrohre, Kanal-Grundrohre), bestehen häufig aus hartem Polyvinylchlorid. Hochtemperaturrohre werden dagegen aus chloriertem Polyvinylchlorid gefertigt.

    Für Sanitärinstallationen in Einfamilienhäusern werden auch Kunststoffrohre aus vernetztem Polyethylen (PE-X) verwendet. Die Vernetzung hat die Aufgabe, die Diffusion von Sauerstoff ins Wasser verhindern. Auch die Rohre des öffentlichen Leitungsnetzes bestehen häufig aus Polyethylen. Eine moderne Option sind Rohre aus mehrschichtigen Metallverbundwerkstoffen. Diese verbinden die Vorteile von Metall (hohe Stabilität, geringe Längenausdehung) und Kunststoff (Korrosionsbeständigkeit, Flexibilität und leichte Verlegbarkeit).

    2.2 Nachteile von Kunststoffrohren

    Wie jeder Werkstoff hat auch Kunststoff seine Nachteile, sie sich in folgenden Punkten zusammenfassen lassen:

    • Mangelnde Wärmebeständigkeit: Kunststoff gibt unter Wärmeeinwirkung chemische Stoffe (Weichmacher, Stabilisatoren und Gleitmittel) ab. Deshalb müssen Kunststoffrohre für Trinkwasserleitungen den strengen, in der Schweiz geltenden Vorschriften entsprechen und mit entsprechenden Zulassungen ausgestattet sein. Direkte Sonnenlichteinstrahlung kann zu Rissbildung im Material führen, was jedoch nur bei freiliegenden Leitungsrohren ein potenzielles Problem darstellt.
    • Mangelnde Stabilität: Kunststoffrohre sind zwar flexibler, dafür aber auch weniger stabil als Metallrohre, daher sollten sie mit Vorsicht verlegt werden und keinen hohen Druckbelastungen ausgesetzt sein. Beim Verlegen von Kunststoffrohren können beim Biegen der Rohre kleine Risse entstehen, die optisch nur schwer wahrzunehmen sind.
    • Mangelnde Umweltverträglichkeit: Kunststoffrohre bestehen aus Materialien, deren Zersetzung in der Natur lange dauern kann. Dies ist nicht ökologisch, daher ist nach dem Ausbau der Rohre auf vorschriftskonforme Entsorgung zu achten.
    kunststoffrohr.jpg
    Kunststoffrohre sind heute eine beliebte Wahl, da sie günstig, leicht zu verarbeiten, langlebig, korrosionsbeständig und resistent gegen Kalkablagerung sind.

    2.2 Einbau von Wasserleitungsrohren aus Kunststoff

    Der Einbau von Kunststoffrohren gliedert sich im Wesentlichen in folgende Schritte:

    1. Oberflächenvorbereitung: Vor dem Einbau der Leitungsrohre müssen die Oberflächen, auf denen die Kunststoffrohre verlegt werden, entsprechend vorbereitet werden. Der Untergrund muss sauber, eben und trocken sein.
    2. Zuschneiden der Rohre: Kunststoffrohre können mithilfe einer Säge oder einer Rohrtrennmaschine zugeschnitten werden. Vor dem Schneiden sollte die genaue Schnittstelle markiert werden.
    3. Installation von Rohrverbindern: Das Koppeln von Rohr- und Schlauchleitungen erfolgt mittels Rohrleitungsverbindungen (T-Rohrverbinder, Kreuz-Rohrverbinder, Gelenkstücke). Vor dem Verbinden muss geprüft werden, ob die Rohre richtig platziert sind.
    4. Abdichtung: Sobald die Kunststoffrohre korrekt verlegt sind, werden sie mit Dichtmittel oder -band abgedichtet. Dadurch wird verhindert, dass Wasser aus den Leitungen austreten kann.
    5. Funktionsprüfung: Vor der Inbetriebnahme der Sanitärinstallation sollte diese auf Wasserlecks überprüft werden. Die Überprüfung erfolgt mithilfe spezieller Prüfgeräte.

    3. Kunststoffrohre – Rohrisolierung

    Unabhängig vom Material müssen Warmwasserleitungen gut gedämmt sein, da sonst viel Energie verloren geht. Umgekehrt erwärmt sich das Wasser in einer ungedämmten Kaltwasserleitung und es kann zur Kondensatbildung kommen. Für Warm- und Kaltwasserleitungen verwenden Sanitärinstallateure normalerweise Isolierungen aus Polyethylen.

    Informationen zu den Preisen von Wasser- und Abwasserleitungen finden Sie in unserem Baukostenrechner.

    Autor: Daibau.ch Magazin

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